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Zur Charakteristik Johann Wilhelms, Herzogs zu Jülich-Berg [etc.], Kurfürsten von der Pfalz und seiner Regierung : ein Anhang zum Anhange der Schrift: Zur Reclamation des Düsseldorfer Bilder-Galerie-Hauptschatzes ... von A. V. Hardung ...
Entstehung
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23Anweisung des Kurfürsten auf die Kriegs=Commissariats=Kassezu realisiren im Betrage von 7250 Gulden holl. anQuirinvan Biesum, Kaufmann in Schildereien zu Rotterdam,fürsichere, von diesem erhandelte Schildereien. Es liegen fernereine Reihe von Zahlungsanweisungen vor an den SoliciteurAdolf de Groene in Seeland, ohne Angabe des Gegenstandes,wofür das Geld ausgegeben worden, während bei den Ausga-ben für Militairbedürfnisse diese sonst immer genau specificirtsind; dann sind Anweisungen vorhanden zu Zahlungen an denGeheimenrath von Hettermann, der eine Zeitlang als Bevoll-mächtigter im Haag fungirte und nachweislich vielfach bei Ge-mäldeankäufen thätig war; an den Hofkammerrath und Cabi-netsmaler van Douven, für den wir in der Pfenningsmeisterei-Rechnung von 170% auch 500 Gulden ausgeworfen findenfür die zu sicherem Ende aufgetragene Reise, welche gewißauch nur zu Kunstzwecken ausgeführt wurde; endlich liegen An-weisungen vor zur Zahlung von 9740 ½ Rthlr. für Erz, wel-ches des Kurfürsten Hof=Statuarius Ritter von Grupello bestellthatte, welcher Betrag auf wiederholten und geschärften Befehlder Jülich'sche Pfenningsmeister Heinsberg aus den empfangenen10,000 Rthlr. holländischer Contingents= und Subsidien = Gelderzu decken hatte. Auch diesen Posten dürfen wir dreist auf dieAusgaben für Kunstzwecke setzen, ebenso wie die Ausgabe von400 Rthlr. an den Stückgießer Swißzur Gießung hiesi-ger Statuen. Die Kosten für eine Reise des Kurfürstennach Holland, welche 1714 in der Kriegs=Commissariats=Cassemit 21,535 Rthlr. 10 Stüber notirt sind, können mindestenstheilweise mit Gewißheit auf den Ankauf von Kunstwerken ge-rechnet werden.Alle diese einzelnen Angaben reihen sich als Glieder einergroßen Kette aneinander, und wir gelangen dadurch zu der fastunanfechtbaren Ansicht, daß gewiß der größte Theil der Kunst-werke der Gemälde=Galerie, vormals die größte Zierde und der StolzDüsseldorfs, aus Mitteln beschafft worden sind, welche direktoder indirekt aus Landesbeiträgen hervorgingen. Ein Gliedfehlt allerdings in dieser Kette, welches die bloße Vermuthunzur Gewißheit stempeln würde die Rechnungen desKriegs=Commissariats welche bis jetzt noch nicht wie-