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Des Dominicaners Jo. Nederhoff Cronica Tremoniensium
Entstehung
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Kapitel, welchem er als Diffmitor beiwohnte. Mit hoherGelehrsamkeit vereinigte er grosse Klugheit und Einsicht.Er war Begleiter (socius) des Provinciais P. Mag. Johannvon Essen, mit dem er zum Generalkapitel nach Lyon reiste.Er hat eine Dortmunder Chronik geschrieben; dieselbe wirdauf der Bibliothek aufbewahrt, ist aber wegen der altenSchrift schwer zu lesen, ausser von Kennern. Viel hat erfür den Convent gethan, unter andern ihm jährlich 10 Rhei-nische Gulden vermacht; aber wo sie zu erheben, ist un-bekannt, wenn nicht vielleicht das Archiv darüber etwasenthält. —

Gegen die Glaubhaftigkeit dieser Notizen scheint, wennman bedenkt, dass dieselben auf den mit Nederhoff fastgleichzeitigen P. Johann Crawinkel (1436 bis ca. 1508) zu-rückgehen, durchaus nichts einzuwenden. Im Gegentheilgeben die Folgerungen, welche wir aus den in der Chro-nik selbst enthaltenen Andeutungen über den wechselndenAufenthalt des Verfassers zu ziehen berechtigt sind, nureine Bestätigung der obigen Angaben. Denn will manauch nicht allzuviel Gewicht legen auf einzelne kleine Be-merkungen Nederhoffs, welche auf seine Vertrautheit mitallen Theilen Medersachsens und des Niederrheins schliessenlassen (vgl. S. 7 eius [Bardewyck opidi] ruine cernunturprope Lunenborgh, 18 Duria (puto quod sit Düren), 25 cro-nica sancte Mechtildis regine, que Hervordie habetur, 26Padelborne: ■— in hac ecclesia reliquie sancti Liborii re-quiescunt, 27 Verden: episcopatum instituit in honorem ....sancte Cecilie virginis nebst der Legende, über Swibert,29 cruces ligneas — ubilibet in Westphalia erigi iussit),so kann doch gewiss der eingehenden Beschreibung vondem Taufbecken zu Beim (25) und von Widekinds Grabezu Enger (26) oder der genauen Aufzählung der Kirchen-schätze zu Bremen (das.) nichts anders als eine persön-liche Besichtigung dieser Oertlichkeiten zu Grunde liegen.Auch sprechen wohl für einen AufenthaltNederhoffs inNym-wegen die Worte Ideo eciam Julius in Novimagio —