516-517. 1586 451
treiben; Dänemark könnte es bei Mecklenburg befördern; der Ad-12. Dezbr.ministrator will auch weiter das Seine tun.
Marb. Eigh.
1) Eine beil. Aufzeichnung Meekbach's über den Anschlag der Hülfebesagt: „Was dan die mitleidliche hulf in Prankreich belanget, da wirtM. Gn. H. nach itziger gelegenheit de proprio uff etwa 10000 fl. odertaler willigen" und bedauert nur nicht 4 oder 5 mal mehr tun zu können.Hiezu käme dann England, wie man sagt, mit 50000, Dänemark40-50000, J. O. und Kurpfalz 30000, alle Pfalzgrafen 15000, Würtem-berg 20000, die Landgrafen 20000, Julius von Braunschweig 20000,Pommern, Mecklenburg und Holstein 30 - 40000, die. M. von Baden 10000,M. Georg Friedrich 20000, Anhalt 100U0, Weimar und Coburg 10000,Reichsstädte 50—60000: „so trage glelchwol in sollichem die summa inleidlichem anscblagk ungefer — 335000 oder wol etwas hoher". Wolltendie Kff. insgeheim auch etwas tun, so wäre es um so besser. Dochmüsste Alles in Stille geschehen „und ein Verleger sein". Hievon könnteman Anritt- und Laufgeld und einen Monat nach der Musterung be-streiten, das Uebrige auf Gott und dessen gute Sache stellen. Man sagtgewiss, die Schweizer wollen 3 Regimenter oder gegen 12000 Mannschicken. Dänemark soll sich erboten haben, 1000 Pf. und 2 Regimenterauf eigne Kosten ein ganzes Jahr zu halten (ebd. eigh.).
2) Ueber Joachim Ernst von Anhalt f zu Dessau 6. Dez. 1586 vgl.allg. deutsche Biogr. XIV, 69 ff. (v. Heinemann). Eine Verherr-lichung des Verstorbenen bei Hummel, epist. semicent. I, 77 f.
3) Vgl. das Sehr, des Administrators an Kf. Christian vom 24. Dez.(Dr. Or.; gedr. bei Goldast, Polit. R. Händel p. 612 ff. und Lünig,Staats-Consilia I, 397 ff.), worin zu Gunsten einer Unterstützung Na-varra's in erster Linie die Zusammengehörigkeit aller Evangelischen trotzder dogmatischen Streitigkeiten betont und der Vorschlag gemacht wird,die Stände der A. C. sollten den Disputationen ihrer Theologen nach demBeispiel Constantins ein Ende machen und einfach bei der Norm der Symbolaund der Worte Christi bleiben und denen, die auf allen Teilen zu weitgehen, Silentium gebieten.
517. Instruktion König Heinrichs von Navarra für 31. Dezbr.den Herrn von Beauchamp. 1 ) La
Rocbelle
B. soll durch S6gur den deutschen Fürsten über die Ereig-nisse in Frankreich, namentlich über die vergeblichen Verhand-lungen mit der Königin zu Cognac Bericht zukommen lassen undsie, unter Hinweis auf die allgemeinen Praktikeu der Päpstlichenund auf das von_Navarra aufgefangene Memorial, das Don Petrodi Sarmento bei sich gehabt, 2 ) um rasche Sendung der so langeerwarteten Hülfe angehen, da die 'französischen Evangelischenallein nicht länger Stand halten können.
Marb. Fr. u. H- HI. 1587. I. Cop.
1) Vgl. La Hug. II, 359; 385. Hieher gehört auch ein Sehr. Na-varra's an Segur, bei Berger II, 405 irrtümlich in den Dez. 1588 gesetzt.
2) Vgl. Mem. de Mornay III, 495; Berger VIII. 316.
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