1582.
1. Winand von Breyll 1 ) an Graf Johann von Nassau. 19 Mai
Fischenich
Auf dessen eigb. Sehr. Kann J. nicht verhalten, „das seichallerhand zogedraigen und also duirch gutter leid aichtung zo demhoichwihrdigsten heren beuschoipen zo Bremen 2 ) beit; verreiset."Derselbe war so gnädig, dass er es die Tage seines Lebens zuerinnern, obwohl er kein Gesandter war; denn bei seiner AnkunftHess der B. erfordern, ob er Commission habe oder Gesandter sei;„dan I. F. Gn. sich veundert meines veiteren uszeihen; dan I. F. Gn.vohren bei Hounbarch zo Bremerfeurd.
Und nach deme zo meiner ainkumpst allerhand sachen vohrfeilen und es woü guite vohr, E. Gn. deren bericht hetten, auchdei feder soilches bei mich nicht geift E. Gn. underdeiniglich zoverstendigen", bittet er den Rentmeister zu Siegen hieherzuschicken.„Dan vehr ich nicht zo Bremen gevessen, so vuird Bayeren 3 ) vollein gutte sach haben; dan dei saichen verden sunderlich gedrebeu."Am 30. kommen etliche gute Leute zu ihm. Der Rentmeister sollkeinem Menschen als J. berichten.
Tötlicher Abgang der Frau Prinzessin. Wunderbare Beschir-mung des Prinzen. 4 ) Bremen hat ihn zum Kurfürsten 5 ) abgefertigt.„Hab I. corf. Gn. gair unstald fondeu. Aichter darvohr, dorI. cf. Gn. nicht ainder gemuit setzen, deiselbige es alle nicht lankmacheu verden, vie veiders E. Gn. werden verneinen." Der Kf.fragte u. a., „üf ich nicht veist, woihr E. Gn. vehriu; I. cf. Gn. heteverstanden, E. Gn. vehren zo Colin gevessen.'' Er zeigte an, wieihm solches unbewusst. „Leistlich sachten I. cf. Gn. Graff Johanmaich seich vail voihr sein, das ehr sich nicht also vihe" [?] ...
Wiesbaden, Dillenburger Correspondenzen 15S2. f. 75. Eigh.
1) Vgl. I. 143 A. 1.
2) Heinrich von Sachsen-Lauenburg, geb. 1550, Erzb. von Bremen1567, B. von Osnabrück 1574, von Paderborn 1577; vgl. allg. deutscheBiographie XI, 506 f.; Lossen, der köln. Krieg I, 25G ff. L. Keller,die Gegenreformation in Westfalen und am Niederrhein I, 553 ff.
B e z o 1 d, Briefe des Pfalzgrafen Johann Casimir. IT. 1