Druckschrift 
2 (1884) 1582 - 1586
Entstehung
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428
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20. Oktbr. heit gern gönnen. Was aber diese Werbung betreff, wolten sie denSachen nachdenken.

Gleich volgenden tags den ersten jetztlaufenden monats Okto-bris frue haben vorgedachte beide kon. hoffmeister uns zuesamenfordern lassen, und darneben durch den secretarium Perrot begertworden, wir wolten diejenigen, so mit uns in werender audienz imkon, gemach gewesen, auch zu uns beruffen, darunder dan etlichejunge vom adel, so auf uns gewart, sampt einem herrn vonLichtenstein und seinem praeceptore, auch andern mehr Teutschenvom adel, als ein Kethler und ein Fuchs, welche zu Pariss gestu-dirt und diesen actum 'sehen wollen, gewesen; under denen wirneben unserm gesind den herrn von Luchtenstein sampt seinempraeceptore (weil die andern nit mehr ahnzuetreffen) hinein gefor-dert. Und als wir also beieinander versamblet gewesen, habenbeide hoffmeister. uns angezeigt, es were ihnen von dem konig einverschlossen brifflein zuekommen, das hetten sie befelch in unsermbeisein zu eröffuen und uns öffentlich in beisein derjenigen, sogesterigs tags mit im kon. gemach die werende audienz gewesen,furzulesen. "Welches also vom mons r Boignön beschehen, und mitlauter stim, das es alle diejenige im gemach hören können. Dessen ■inhalt, soviel wir im verlesen fassen und behalten können, ge-wesen, wie volgt. Die K. Mt. hett sich nit versehen, das dieschickende chur-, fursten und stett, angesehen dero Mt. guttigkeit,redlichen gemuts und aufrichtigen gewissens, auch sorg und vleis,so sie zu gemeinem friden trugen, solten den calumnien und lugenso leichtlich glauben geben, I. Mt. an dero eher und reputationzu taxiren; wie dan I. Mt. kein mensch in der weit mit der war-heit nachsagen noch beibringen kont, das sie in iren worten je ge-fehlet und dieselbige nicht gehalten hett; dasselbig auch destoweniger sich zu ihnen versehen gehabt in betrachtung der freund-schaft, liebs und dinst, so dero vorfahren ihnen geleistet, wiesolches noch in frischer gedechtnus; auch das I. Mt. ir jederzeitdero konigreichs heil, wolfart und ruhe (als die es am meistenanging) zum höchsten angelegen sein lassen und noch, deroselbstreputation, glitten nahmen und gewissen zu erhalten, der under-tanen wolfart zue suchen und ein gutten friden zu machen ge-decht, wofern dero undertan nachmals volkommenen gehorsamleisten wurden etc.; wie I. Mt. dan solches in einem schreiben, souns den gesanten hernach zuegestelt werden solt, weiter ausfuerenwollen. Und ist zu end dieses Schreibens also gestanden: Escriptet signe de raa propre main le XI. d'octobre ao. etc. 86.Henri. 2 )