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warten müssen. Und ist daruff den 19 ten bemelts monats uns20 Oktbr.durch beide hoffmeister les sieurs de Bruli und Boignon angezeigtworden: nachdem I. K. W. dero hofflager gehn S. Germain enLaye fünf meil von Pariss transferiren tetten, so begerten sie, wirwolten uns montags den 26 ten eiusdem gen Poissy, ein stettlein einklein meil wegs davon gelegen, verfugen, allda uns ferner stundund ort zur audienz benant werden solt. Dem wir also nach-gesetzt, aber erst den letzsten desselbigen monats tag 1 ) zu S. Ger-main im schloss nach mittag umb zwei uhren gestatet worden.Und seind damals bei S. K. W. gewesen dero canzler Belliure undBrulart, so bei dero in weherender audienz gestanden. Der guber-nator von Pariss aber, mons r Vellequiere, ist im gemach in einemeck gesessen. Und sein sonsten ein ritter vom heil, geist, Casparvon Schonberg, La Verriere, Gondi, generalcommissarius allerlegaten, so zu der K. W. zu Frankreich abgefertigt werden, dertresurier des fiuances, auch beide hoffmeister Boignon, Bruli und,secretarius Pero't sampt S. K. W. leibsmedico Miron genant bindengestanden. Es is^T. auch, was wir für teutsche gesind bei unsaufwartent gehabt, von den hoffmeistern und cammerdienernins gemach der audienz zuzusehen gefordert und eingelassenworden.
Anfangs aber der Werbung haben wir nach Verrichtung dergeburlichen grüss und dinstserpieten die endschuldigung erholet,warumb bede graven abgezogen, und uns uff irer beider under-schiedliche endschuldigung schreiben referirt, furter angezeigt, daswir uberige sampt und sonders befelch, S. K. W. vermog der cre-denzen, so wir damit uberraichten, dasjenig anzupringen, so vor-hin I. F. Gn. und Gn. mit befolen. Daruff uns S. K. W. ange-hört, und sein deroselben erstlich die Ursachen dieser Schickungund summarischer inhalt der instruction mundlich anpracht, furter.die originalinstructiones, nachdem die französische vor dero ver-lesen, alle beide uberantwort und umb furderliche wilfahrige ge-wisse antwort gebetten worden.
Nach volender audienz haben uns S. K. W. selbst mündlichmit kurzen worten beantwort: Sie betten wol wünschen mögen,das es mit irer leibscur also beschaffen gewesen were, damit siebeide herrn abgezogene mitgesanten irer Privatsachen halben hettansprechen und hören, auch uns eher zu der audienz lassen können;weiln es aber dero leibsgesundheit halben nit beschehen mögen,wie wir sonder zweifei von den heimgelassenen raten wurden ver-standen haben, so versehen sie sich, man wurde sie nicht alleindeshalb vor endschuldigt halten, sondern deroselben auch ir gesund-