Druckschrift 
2 (1884) 1582 - 1586
Entstehung
Seite
429
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499. 1586 429

Solches schreiben ist auch uff die vier oder fünfmal verpit-20. Oktbr.schirt gewesen. Als dieses schreiben verlesen, haben wir an diebaide hoffmeister begert, dieweil etliche under uns der franzosischensprach nit erfahren, dieses ein actus legationis und unsern herrnreferirt werden müste, dasjenige auch, so durch uns furpracht, inSchriften übergeben worden, so beten wir, man wolt uns solchschreiben auch zuestellen. Es habens aber die hoffmeister nit vonbanden geben wollen, mit der endschuldigung, das sie es keinenbefelch; aber damit wir den inhalt solches Schreibens desto besserverstehen möchten, haben wirs uns noch einmal in irem beisein .verlesen zue lassen, auch umb Zustellung desselbigen bei S. K. W.anzuehalten, nochmals begert, dessen sie sich erpotten und ge-schehen lassen.

Desselbigen nachmittags hat berurter hoffmeister monsr Boignonin beisein secretarii Perrots uns beiliegende kon. resolution unddarneben auch ein passport uff Teutschland zugestelt, mit vermel-dung, wir wolten bedacht sein, was wir folgenden morgen für einweg wolten fortnemmen. Uff welche anzeig, als wir zu wissenbegert, ob es der K. W. endliche meinung wer, das wir stracksfort solten, hat er uns alspalt mit Ja beantwort. Als wir aber uffunser vorig begeren des Schreibens halben resolution begert, hat eruns angezeigt, I. K. W. weren auf dem jagen; wolten, sobald siedarvon kernen, darumb sollicitiren, und da sie dasselbig erlaugten,uns zuschicken. Darumb wir abermals, und wo nicht das originalzue bekommen, doch copiam darvon uns zu wegen zu bringen,darneben auch umb jemants, der uns vergleitet, bei S. K. W.unsertwegen anzusuchen gebetten-v Hierauf sontags den 2. dises vormittag, indem wir uns dieses

brieflens halb underredeten, sein beide hoffmeister zu uns kommenund angezeigt, S. K. W. betten uff unser begeren dero cammer-diener einen mons 1 ' Bideron .genant uns uff die teutsche grenz zuvergleiten geordnet, welcher morgen zue Pariss zu uns kommensolte. Dessen wir uns bedankt und ihnen damit zu verstehengeben, das wir uns nicht gnugsam verwundern könten, wass S. K. W-zu solcher spitzigen antwort und anzugen bewegt, in welchenS. K. W. unsern herrn zuvil und unrecht getan, wie sich dansolches nimmermehr auf sie befinden wttrdt, auch alles dasjenig,so in instructione begriffen, änderst nicht dan treuherzig und guttgemeint, und sich bitzhero befunden, in was vertreulicher corre-spondenz Frankreich und unsere herrn gestanden; wurde auchunsere herrn nit wenig befrembden, das wir mit einer unversehen-üchen antwort heimkommen, und liesen gott. den almechtigen