Druckschrift 
2 (1884) 1582 - 1586
Entstehung
Seite
418
Einzelbild herunterladen
 

418 1586 487-488.

2022. 1) Robert de Harlay, baron de Monglas. Vgl. Berg er II 238-

Sept. La Hug. II, 365 f.; 382.

2) La Hug. II, 366 interpretirt dies so: die Armee soll über Ja-metz und Sedan auf Paris marschiren; ob mit Recht, ist mir dochzweifelhaft. Navarra hatte längst nähere Andeutungen über Sammel-platz und Marschroute der Hülfsarmee gegeben durch den sr de Mont-martin, der schon im Herbst 1585 nach Deutschland gekommen und nachseiner Rückkehr wiederholt im Februar 1586 an J. C. abgefertigt wordenwar; vgl. no. 373; Berger II, 115; 189; La Hug. II, 360 f. In denM6m. de Mornay III, 280 ff.; 323 ff. finden sich zwei Instruktionenfür Montmartin, eine für eine Sendung an Conde, Bouillon, Casimir unddie drei Gesandten Segur, Quitry und Clervaur, eine zweite für Casimirallein, beide auf die nämliche Sendung (Febr. 1586) bezüglich. Navarradrückt hier wie in dem Sehr, an J. C. die höchste Zufriedenheit überden Erfolg von Montmartin's erster Sendung an den Pf. aus. M. sollnun dem Pf. und den drei Gesandten Navarra's entschiedene Mei-nung kundgeben, „que l'armee se vienne rendre et loger en la Lor-raine", um von da an die Loire zu marschiren und dort mit Navarra zu-sammenzutreffen (Mem. de Mornay III, 284 f.). J. C. seinerseitswünschte Loihringen zu schonen; dieser Zwiespalt der Interessen wurdefür den Zug der deutschen Armee 1587 sehr verhängnissvoll. — LaHug. II, 359 spricht noch von einer Sendung des sr des Reaux an J. C.;eine Instruktion für des Reaux vom Febr. 1586 Mem. de Mornay III,304 ff, nennt in der Ueberschrift die Schweiz, Deutschland und Italien,bezieht sich aber inhaltlich nur auf Schweiz und Italien; vgl. Berg erII, 317 A. 1.

3) Das Verhältniss dieser beiden Instruktionen vermag ich nicht mitvoller Sicherheit festzustellen. Es fällt in die Augen, dass der Schlussder zweiten mit den Beteurungen der ersten im schärfsten Widerspruchsteht: in der ersten unbedingtes Festhalten an der Sache auch ohnedeutsche Unterstützung, in der zweiten die Besorgniss ohne baldige Hülfeüberwunden und zu einem Religionswechsel genötigt zu werden. DemInhalt der ersten Instruktion entspricht das R6sum6 derselben bei L aHug. II, 366. Das mir vorliegende Exemplar der zweiten ist von LaHuguerye's Hand und zwar, wie verschiedene Einschaltungen und Cor-rekturen (z. B. Aenderung von „döployable" in „miserable") zeigen,keine wörtliche Copie. An eine Uebersetzung aus dem Lateinischen istgerade bei einem für J. 0. bestimmten Schriftstück nicht zu denken, dennJ. C. verstand Französisch wie Deutsch, aber kein Latein. Von diesemverdächtigen Habitus des Schriftstücks abgesehen wäre der Widerspruchzwischen einer Instruktion, die für gemeinsames Anbringen mit den dreiandern Gesandten Navarra's berechnet ist, und einer zweiten nur fürJ. C. bestimmten ganz wohl zu erklären..

21. Sept. 488- König Heinrich von Navarra an Beutterich.La

Rochelle „Monsr Beutryc! Le tems est venu et l'ocasyon de mettre en

efet vos belies delyberatyons et dyscours. La cause est tres-juste,

la malyce de nos anerays cogneue d'un chaeun et leurs desseyns

descouverts. Leur congiuratyons tendent ouvertement ä une ruyne

generale, de sorte que tous les prynces crestyens et tous les gens

de byen y ont un commun et tres-notable interest. Vous n'aves

au reste james eu prynce plus resolu ä byen fere et ä poursuyvre