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2. Septbr. worden sei. Von diesem gemeinen Beschluss könnten sie sieb auchjetzt nicht absondern, ehe die Relation der Gesandten eingelaufensei. Von der persönlichen Teilnahme am Zug müssten sie J. C.aus allerhand hochwichtigen und beweglichen Ursachen nach Ge-legenheit der jetzigen Läufe abraten; „es wurden aber S. F. Gn.denen dingen selbst ferner hochverstendig und vornunftig nach-zudenken wissen."
J. C. erwiderte hierauf, er vernehme die Erklärung der Kff.mit nicht geringer Bekümmerniss; um Navarra sei es geschehenohne rasche Hülfe. „Es were zu erbarmen, das die christlicheliebe so gar erkaltet. Wie es mit dem cölnischen wesen zugangen,were am tage; S. F. Gn. weren in dasselbe auch kommen, manbette aber S. F. Gn. darnach stecken lassen. Wie es zu Aach,Strasburgk und Augspurg zuginge, were I. Ch. Gn. gnugsam be-wust. Die bapstischen fingens an vielen underschiedenen orten ahnund wurden uns dermahleins also überfallen, das, wen man gleichdarnach helfen wolte, doch alle hülfe vorgeblich sein wurde.1. Ch. Gn. betten auch den Polen und die Bohemen an der seiten,wüsten S. F. Gn. nicht, wie sie mit dönen [!] so woll dem kaiserstünden, und man wurde es bei ihnen drauss'en im reich nichtbleiben lassen. Es mustens aber S. F. Gn. gott dem almächtigenbevehlen, und wolten S. F. Gn. mit I. Ch. Gn. noch selbst mund-lich hirvon reden.
Was den andern punet betrefe, were an S. F. Gn. persounicht viel gelegen. So weren auch vor der zeit S. F. Gn. dem [!]Navarrischen und Christen zum besten zwei mahl in Frankreichsowohl als S. F. Gn. yetter pfalzgraf Wolfgang auch gewesen, undman hette gleichwohl I. F. Gn. noch zur zeit darumb kein hargekrumbt. Und obgleich I. Ch. Gn. nichts darbei tun wolten, sokönten doch S. F. Gn. die armen bedrengten Christen nicht lassen;wolten derhalben auch sehen, wie sie sonst rat funden.
Welches alles durch die rate I. Ch. Gn. beiderseits also hin-wider referirt und angezeigt worden.
Actum Custrin, den 2. Septembris ao. etc. 86 ten ." 2 )
Dr. 9304, französ. Legation 1586—90. Conc-
1) Vgl. no. 467; 475. Am 5. Aug. hatte J. 0. aus Wolfenbüttelan Magdeburg geschrieben, er werde zu diesem nach Halle und dannnach Dresden kommen (Pauli an Camerarius, Dresden 16. Aug.).
2) Dohna berichtet noch Weiteres: „Der churf. von Sachsen Christiangeriete auch mit M. Gn. H. in ein hart gespräch ohne einzige ursach,und das were fast über die diener ausgangen; unter anderm hat derchurf. von Sachsen gar laut gesagt zu M. Gn. H.: ,,Das hat dir deinschöner herr von Dohna geraten, das du deine gemählin meine Schwesternicht mit hast hergebracht", und was des dinges mehr gewesen. Nach-dem man 2'tage zu Küstrin beisammen gewesen, gefressen, gesoffen undeinem stattlichen feurwerg, welches 54000 schlege oder Schüsse hatte,zugesehen", zogen sie heim; L. Wilhelm, den sie in Ziegenhain trafen,„war töricht und unsinnig" über Sachsens Unlust zur Sache, die sichfreilich leicht, erklärt, da Caspar von Schombergs Bruder Hans Wolf„marschalk und factotum bei Sachsen" und zugleich bestallter Oberst desK. von Frankreich „und dannenhero den religionsverwanten spinnenfeind"war. — In jenem Feuerwerk wurde nach einer Leipziger Zeitung vom'