332 1586 404—405.
11- T 404. Zane an den Dogen.
2T Jan -
Prag . . . . . Erzh. Ferdinand benachrichtigte den Kaiser, dieprotestantischen Gesandten zum Wormser Tag hätten Auftrag überdie Excommunikatiou Navarra's und die gleiche Absicht desPapstes gegen die deutschen Fürsten zu handeln; „et fü sparsa inGermania una falsa voce, che l'arciduca Ferdinando aspirasse disubintrare all' elettorato di Sassonia, 1 ) il che S. A. ha havutograndemente a male per li suoi rispetti, et perö fa iustanza all'imperatore, che habbi una piena dechiaratione da Roma, che talenon sia stata la intentione di S. S."...........'
Wh. D. V. 12. Or.
1) Vgl. I. 277.
12. Januar 495 j ona nn Casimir an Landgraf Wilhelm.
Heidel-
berg
Auf dessen Sehr, vom 2. Billigt Privatverhaudlung der Evan-gelischen zu Worms, „damit sie uss einem hörn blasen und nichtallein die handlung mit der statt Neuss, sonder auch anders, so'dem vatterland und andern stenden praejuditial, unangegriffenlassen." .... Teilt Discurse von Pf. Georg Hans mit; derdarin erwähnte kgl. Oberst ist Dietz von Sthöuberg, bei dem vielAb- und Zuziehen und der zu einem solchen stratagemate geeignet, 1 )Von andern Orten hört er, dem Pf. seien „von eim ort, es seigleich Spanien oder Frankreich", 200000 fl. angeboten, „allein zudem ende, in Teutschland etwas anzufangen und etliche anzugreifen".Hat dem Pf. geschrieben, „solche spiritus wol zu prüefen und sichan marggraff Philiberten und marggraff Jacoben zu Baden exem-peln zu spiglen"" 2 ) Doch gehen viele Gewerbe vor, die gegen dieEvangelischen in Frankreich oder andere gemeint sein müssen.W. möge bei den zwei Kff. u. s. w. Mandate hiegegen veran-lassen.
Marb- Fr. u. H. m. 1585/6 I. Or.
1) Dieser „discurs von den französischen bewerbungen" verbreitetsich ausführlich über die Praktiken des Pf. Georg Hans (der ihn übrigensBelbst unter Beteuerungen J. 0. zustellte); der Schreiber empfiehlt demAdressaten, seinem Bruder, in die Dienste des Pf. zu treten, keinenfallsaber sich auf Beteiligung an dem Hülfszug für die Hugenotten einzu-lassen. Mons r de la Rousse habe ihm vom Hofe geschrieben, der Könighabe einen seiner Obristen beurlaubt, der scheinbar herrenlos und zukeiner Partei gehörig, mit den Hugenotten anbinden und denselben, fallssie ihn zum Feldherrn gebrauchen wollten, bedeutende Vorschüsse, an-geblich aus eigenen Mitteln anbieten solle; tatsächlich habe der Könighiefür bis zu 100000 Kronen bewilligt und zum Teil gegeben; den Bestsolle Caspar von Schönberg liefern. Ferner habe der König durch Eper-non unter der Hand Navarra andeuten lassen, er sei den Guisischen feindund habe nur gezwungen gehandelt. Guise solle mit einer starken Armeenach Deutschland vorrücken, jener Obrist sich absichtlich von ihmschlagen lassen, die Franzosen das Land bis zum Rhein besetzen undder Pfalz mit Hülfe der deutschen Geistlichen .ein ehitrunk zuschenken".