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26. Januar wider die evangelischen stende im reich etwas beschlossen", stellteer sich am 20. zu Ellwangen ein. Der Kammersekretarius teilteihm dort mündlich mit, was Würtemberg den Sohn Kf. Ludwigsund Johann Casimir betr. in Erfahrung gebracht, mit der Bitte,diese Sachen, die sonst nur dem L. Ludwig geoffenbart wordeuseien, in Vertrauen an G. Fr. zu bringen und dessen Erklärungan Würtemberg zu befördern. Beil. eine summarische schriftlicheFassung dieser Werbung: Beschwerung dos jungen Pfalzgrafen undBesorgniss Würtembergs vor J. C. Obwohl letzterer genug mitsich selbst zu tun und von andern, namentlich wenn Spanien derNiederlande mächtig werden sollte, nicht viel Gutes zu gewartenhat, auch die angeblichen Absichten gegen Würtemberg wahrschein-lich nur eine sondere Anstiftung sind, um Würtemberg damit zuschrecken, so weiss doch Würtemberg, was J. C Diener, besondersBeutterich reden und praktiziren „und das die franzesischen Cal-vinisten willig seien, wann sie im reich nur die gelegenheit habenkönnen, einzufallen, zu rauben und iren willen zu verbriengen", undwird sich insgeheim zum Schutz seiner Untertanen uud Leute, nichtum gegen J. C. oder andere etwas Tätliches vorzunehmen, in Be-reitschaft halten. Hat mit dem Kanzler hier vertraulich davon ge-redet und im Namen G. Fr. ein vorsichtiges Sehr, an Würtembergconeipirt; G. Fr. möge sich entschliesseu, ob er weiter gehen undz. B- erklären wolle, er trage J. C. Vornehmens halben keinen Ge-fallen. Der Sekretarius äusserte mündlich, obwohl in der Vor-mundschaftssache dem Recht sein Lauf zu lassen, „das doch Wir-temberg der mainung, wann wege vorgeschlagen oder zu fiendensein wurden, wie dem jungen pfalzgraven zu helfen, solchs mit indas werk setzen helfen wollt"; man lasse niemand Fremdes zu demjungen Herzog und es werde gesagt, J. C. wolle denselben, fallser ihn in Heidelberg nicht sicher erhalten könne, nach Frankreichschicken.
„Neben dem soll aus gnedigem begeren des herzogen E. F.Dt. in höchster geheim weiter vermelden, das S. F. Gn. die uach-richtuug haben, das es mit der romisch kais. Mt. eine solche ge-legenheit haben soll, das besorglich I. Mt. in die harr nit taurenmochten. Weil dann E. F. Dt. vor Wirtemberg vorstünden, wannsich der fall mit I Mt., da zuvor kein romischer konig erwelet,bei itzo ohne das ganz sorglichen und geverlichen leuften zutragensollte, was für Spaltung, Zerrüttung und weitleuftigkeit im romi-schen reich zu besorgen, so hetten S. F. Gn. nit umbgehen können,E. F. Dt. als einen vornehmen stant des reichs eines solchen durchmich vertreulichen berichten zu lassen und zweifelten S. F. Gn.nit, E. F. Dt. wurden als ein hochverstendiger fürst diesen diengennachzudenken wissen. Aber S. F. Gn- hielten gleichwol darfür,doch E. F. Dt. hiedurch keine mass zu geben, das es nit ungut,wann E. F. Dt. gelegenheit haben können, mit dem churfürsten zuBrandenburg hievon in gehaim zu reden etc."
Auf sein Befragen erklärte der Sekretarius, Würtemberg habevon dem Vornehmen des deutschen Ordens nichts gehört, werdeaber auf seine Anregung gewiss Näheres in Erfahrung bringen.
Wc Fttrstensachen CXX1II. 1014. Or.