310-312.
1585
241
310. Dr. Alexander Morold an Pfalzgraf Philipp 30. Januar
Ludwig. Neuburg
[Bericht über eine Verhandlung zu Heidelberg Pf. Georg Hausbetr.]. Der zweibrüekische Gesandte schlug vor, den Pf. GeorgHans und den von Dersch gefänglich einzuziehen; dies kommeJ. C. als dem caput familiae und Kreisobristeu zu. G. H. habe sich imDezember mit dem von Dersch Nachts durch einen Metzger denWeg bis Grossweiler zeigen lassen und dort im Wirtshaus aller-hand Drohreden ausgestossen. Zu gleicher Zeit wären beim Mond-schein 4 Personen um die Veste Trifels im Schnee herum gegangen.Dersch könnte in seiner Wohnung zu Kirweiler oder auf der Jagdleicht aufgehoben werden; der B. von Speier werde schon durchdie Finger sehen oder sich mit einem Revers begnügen. Oder maukönnte D. durch den pfalzgr. Schaffner zu Lixheim und Kraffthallerwischen. D. solle beabsichtigen seine Ansprüche an J. C. demPf. G- H. zu übergeben. G. H. habe neulich etliche Welsche genRemersberg geschickt, die äusserten, sie wollten es kaufen undbefestigen.....
Die Kurpfälzer lehnten die Einziehung des G. H. und Derschab; die Drohungen des G. H. Hessen sich nicht so bald verwirk-lichen; „pfalzgraff J. C. fürchtet sich gar nit vor ime". Uebrigenssei J. C. nicht Kreisobrister, da das Amt nicht erblich und dieNeuwahl noch nicht erfolgt sei. Auch die begehrte Versammlungaller Pf. in Heidelberg erklärten sie für untunlich. .......
Mb. 327/17. Eigh.
311. Johann Casimir an Kurfürst August.
Contutelsache; die Belehnung mit den Regalien durch Wür-temberg hintertrieben; ausserdem soll der päpstliche Legat dagegeneingetreten sein, so dass nächstens auch die weltlichen R.-Fürstenvon des Papstes Gnaden abhängen werden.. Bittet, ein zweitesGesuch seiner Räte in Prag (bei der sächs. Intercessionshandlung)zu unterstützen. Sein Standpunkt in der Contutelsache; Wider-legung der verschiedenen gegnerischen Vorwürfe. Rechtswidrig-keiten in der Führung des Processes am K.-Gericht. Der ansbach-nürnbergische Handel daselbst.
Dr. 9979, Sehr. betr. pfälz. Yorm. 1583—5. Or.
3l- JanuarHeidel-berg
312- Die Capitularen Witgenstein, Solms und Win-nenberg an Königin Elisabeth.
Religiöser Charakter ihrer Sache. Hoffen auf E. Hülfe, dievor 13 Jahren ihrem Wunsch England zu besuchen so freund-lich entgegenkam. Verweisen auf ihre Oratoren Joh. Sturm undDan. Rogers.
1. Febr.
Strass-burg
Str. Cop.Bezold, Briefe des Pfalzgrafen Johann Casimir. II.
16