306-309. 1585 239
1) Vgl. no. 288; 303. Schon am 11./21. Sept. 1584 hatte Wilhelm 8. Januarvon Baiern an den Kf. „als meinen sonders geeerten herrn vattern" einDankschr. gerichtet, worauf der Kf. am 27. Sept. die Zuversicht aus-sprach man werde auch bairischer Seits weiteren Anlass zum Misstrauenvermeiden; etliche Stände, die bereits auf Gegenwehr dachten, habe erMalier beruhigt und zurückgehalten. Ma. 9/6. — Am 27. Jan. 1585schickten Sachsen und Brandenburg dem Kf. von Mainz den von diesemund Trier bereits vollzogenen Einnahmsbrief für Ernst auch ihrerseitsausgefertigt zurück (Mc. Köln Or.-Acta II. 34. Cop.) und am 18./28. Febr.erhielt der Kaiser die Meldung des Kf. August hievon (Vieheuser anBaiern, Prag 19. Febr./l. März, Ma. 230/4 Eigh.).
307. Johann Casimir an Heinrich von Stein. 18. Januar
Heidel-
Auf dessen Sehr vom 10. [betr. den zu Marienstatt bewilligten s
halben Monatsold]. Kann unmöglich noch mehr aus seinem Säckelleisten, zumal jetzt wo ihm Warnungen zukommen, man wolle ihn
widerrechtlich in seinem Stand beunruhigen.....Hat noch
keinen Pass für seinen Gesandten an den französ. Hof, obwohldies einer seiner Diener am Hofe selbst betreibt-. 1 )
St. Pfalz XVI. 5. Cop.
1) J. C. hatte, wie er am 20. Dez. 1584 an Bellievre schrieb (Pb. f.fr. 15907 Or.), den König durch einen expressen Curier um Erklärungdarüber, ob ihm eine Gesandtschaft J. C. genehm sei oder man bei dendurch Schomberg zu Nancy gelegentlich der Auslösung der Geiseln [1581,vgl. I. 300 A. 2] getroffenen und seither wiederholt brieflich bestätigtenAbmachungen bleiben solle, sowie ev. um Bestimmung von Tag undOrt ersucht „pour une fois mettre fin ä ceste negotiation".
308. Pfalzgraf Georg Hans an König Heinrich III. 20. Januar
Lützel-
Schickt einen zweiten Gesandten und Brief, mit der Nachricht, steinman habe bereits die Untertanen aufgefordert ihre Habe in denStädten zu bergen. Bittet um Erlaubniss den K. wegen des gegendenselben gerichteten Unternehmens sowie wegen anderer dem K.vorteilhafter Pläne aufsuchen zu dürfen.
Pb. Vc Colbert 298 p. 669. Eigh.
309. Der ansbachische Rat Mussmann an Mark graf26. JanuarGeorg Friedrich. Ansbach
(Vertrauliche Mitteilungen Würtembergs über den jungen Pf. Friedrich
und feindliche Absichten J. C. sowie über den gefährlichen Zustand des
Kaisers. Praktiken des deutschen Ordens.)
Schickt ein Sehr, des würtemberg. Kammersecretarius Kurz anihn nebst seiner Antwort. Da er dachte, die geheime wichtigeSache, die Würtemberg G. Fr. entdecken wollte, könnte die Prak-tiken des deutschen Ordens betreffen „oder das die Papisten etwo