234 1584 301-302.
G. Oktbr. aber wegen der Theologen an Wtirtemberg zu schreiben. Insgeheimprklärle der M. gegen D., man solle nur Würtemberg stillen; „für S. F.Dt. hette man sich nichts zu besorgen". Ueber Scotto vgl. I, Nachträgep. 575 (zu p. 376). Bei einer Einladung erkläite Dohna wegen des Ge-rüchts, er habe den jungen Pf. Friedrich, als er sich geweigert in diecalviniscbe Kirche zu gehen, mit Ruten gehauen und mit Gewalt in dieKirche geführt: „das es kein redlicher man nimmermehr wurde beweisenund wahr machen".
M.Novbr. 302. Johann Casimir an Pfalzgraf Johann.
Hirsch -
bühel (Besuch und Werbung des Pf. Georg Hans. Dessen zu Speier geäusserte
Drohungen gegen die Pfalzgrafen.)
.....Sonntag den 1. kam Georg Hans zu ihm nach
Heidelberg, wo er den nächsten Tag blieb, u. a. von vielen selbst-erfundenen Künsten, Anschlägen und Nutzbarkeiten mit ihm con-versirte, „dieselben in underschiedlichen Charten abgerissen undsonsten verzeichnet furgelegt, dabei auch, in was tractat er dergraveschaft Lutphen halben stunde, erzehlt" und schliesslich vonihm u. a. Freunden Unterstützung mit Geld, Fürbittschriften undsonst begehrte, worauf „er solche leichtlichen ins werk zu richten".Er erbot sich hierüber nachzudenken und zog am folgenden Tagmit G. H. nach Neuhofen zur Fischerei, von wo G. H. sich nachSpeier begab, die von ihm begehrte schriftliche Zustellung seinesVorbringens allerdings verweigerte, da er auf G. H. Bedingungerst den Prozess am K.-Gericht fallen zu lassen nicht eingehenkonnte, aber sich freundlich und ohne Zorn merken zu lassen ver-abschiedete.
„Nachdem er aber selbigen abends gehn Speier kommen, hater alda im würtshaus zu[r] kanten gegen unserm rat Peter Beute-richen und Eberhard Wambolden des kais. caramergerichts asses-sorn (welche bede mit ime zu nacht gessen) in gegenwart seinherzog Georg Hansen gesinds und des würts hausknecht mit wei-nenden äugen zu clagen angefangen, er spurte numehr in der tat,das ime niemand im ganzen reich in seiner wolbefugten Sachen dieband wolte bieten. Jetzt must er sich selbs rechnen, hette sichlang gelitten, konte aber ferner nit zusehen. Es were ime gleich-wol laid, dan es muste das reich, insonderheit die ganze Pfalz her-halten und verwüstet werden; hette er nichts, so musten die andernpfalzgrafen auch nichts haben und zu grund gehn. Sein uberichland und leut gedechte er Spannien in kurzer zeit allerdings zulehen aufzutragen, auch sein forderungssachen zu schenken, dermuste den angefangenen process ausfechten. Und wan das nichtgeschehe, solt man ihn für ein ehrlosen schelraen halten; und gedechtedesshalben jetzt in camera seine protestation zu übergeben, damit,wan über kurz oder lang frembde gest ins land kernen und vondiesen dingen bücher in truck ausgehn solten, er bei meniglichentschuldigt were, davon auch alsbald berurte protestation furgelesen.Und wiewol gedachte bede Beuterich und Wambold ine unsernvettern von solchen unzimlichen bösen gedanken mit hierzu dien-lichen erinneruugen abgemahnt, ist er doch daruf nur heftiger als