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2 (1884) 1582 - 1586
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199
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264-265. 1584 199

der Test gestorben. J. C berichtigt dies dahin, dasB ein Mädchen 7. MärzEhems von 3 Monaten an der Schwindsucht gestorben sei. Dass diebisherigen Aorzte des jungen Pf. durch Dr. Rascalon ersetzt worden,missbilligte übrigens auch L. Wilhelm, da letzterer Paracelsist sei. Derentlassene Präceptor des Pf. Dr. Johann Struppius Wagte in seiner beiWurtemberg angebrachten Beschwerde, der junge Herrwurde zu über-mässiger tafel gezogen'-, seine Jungen vom Adel abgeschafft,wirdt ge-webnet zu schiessen und anderer barbarischer geselschaft". Ueber diebisherige theologisch-pedantische Erziehung des Pf. Friedrich und dasenergische Eingreifen J. 0. vgl. Haus s er II, 176 ff. Doch beurteilt H.die Geistesbildung des Pf., die in "Wirklichkeit sehr mangelhaft war(Ritter, Gesch. der deutschen Union I, 49 f.), viel zu günstig. Zwei-fellos hat die Erziehung J. C. die Entwicklung des Pf. zu einem über-eifrigen Trinker und Reiter gefördert und im Gegensatz zu der vorher-gehenden fast mönchischen Zucht des Guten zu viel getan. Den Ver-dacht einer Vergiftung Kf. Ludwigs spricht dessen Schwester Elisabeth,Gemahlin des gefangenen Johann Friedrich, in einem Sehr, an dieSchwoster Dorothea Susanna, Wiener Neustadt 17. Febr. 1584 aus:ichgleib, er hot sterben musen, den die doktores und redt allen kalvinistensein gewesen" (Gotha Eigh ).

7) In seiner Antwort vom 18. März erklärt W. den Verf. nicht zukennen; er vermute aber etliche Clamanten, besonders die von J. C. Ent-lassenen : J. 0. möge keine grossen Herrn in Verdacht nehmen. J. C.Entschuldigung teilte W. am 22. März Wurtemberg mit (ähnlich anPhilipp Ludwig und an L. Ludwig), nicht ohne zu bemerken, dass J. C.gegen diese schmähsüchtigen Gesellen, über deren Herrschaft selbst An-dreae ihm gegenüber geklagt habe, noch sehr gelind verfahre. Ein Urteil,dem wir nur beistimmen können. J. C. selbst schickte die Calumnienund seinen Gegenbericht an Kf. August, den er zugleich bat Wurtem-berg von seiner Absiebt die Contutel mit Gewalt durchzusetzen abzu-mahnen (8. März). August unlerliees dies jedoch, da Wurtemberg wohlwegen der fremden Truppen, nicht gegen J. C. rüste (10. März). Dr.

265. Zuleger an Johann von Nassau. 9 März

Hedes-

Dr. Weyer schrieb ihm, er wolle für Köln bei seinem Herrnwirken.Nun will derselb berr aus seinem jungen söhn etwasmachen und hat darumb Pfalzburg so hoch verkauft; so ist esbesser, das gelt werde wol pro causa communi dan übel angelegt";Weyer machte wenig Tage zuvor zu Heidelberg Casimir allerleiVorschlägein eundem finem. . . Wan dan M. Gn. H. nit mitandern hern capitulirt hette, sonderlich belangend coadiutorem",könnte derselbe biedurch an diesem Ort Hülfe finden. Glaubt,dass Weyer nun, da J. C. daheim genug zu tun,seinshern söhneI. F. Gn. in der correspondenz mit den kirchen in Frankreichsubstituiren wolle". Ein navarriseber Gesandter in Deutschlandhat desswegen an Weyer geschrieben. J. möge ihm Befehl vomKf. zur Handlung mit demselben Herrn wegen einer Capitulationverschaffen. 1 )

Wiesbaden, Dillcnb. Corr. 158*. Eigh.

1) Der Herr Dr. Weyers ist Pf. Georg Hans (vgl. I. Einleitungp. 158 A. 1; hiezu Nachtrag p. 568), der seinem ältesten SohnGeorg Gustav schon 1581 erst Speier, dann Trier hatte verschaffen

heim