263-264. , 1584 197
fassung replicirte und J. C. ersuchte, den Leuten nicht soviel Beifall zu 6. Märzgeben, die ihn „auf ein gespiegelt eis setzen" wollten (Me. 998. Or.).
4) Falsches Gerücht; Oranvela starb erst am 21. April 1586."
5) Vgl. über die Besorgniss der elsässischen Regierung vor Beutte-rich „mit seinen Welschen" Sammlung der älteren eidgenöss.Abschiede IV. 2», 821. Am l./ll. Jan. berichtet Hans Ulrich vonStadion aus Beffort an die vorderöst. Regierung über Beutterichs Aufent-halt zu Mümpelgart, wo 10 oder 12 Hauptleute und viele Franzosen beiihm verkehrten, sowie über seine Ritte nach Sennheim und Trostelfingen(iDnsbr. Or.). Am 26. März/5. April schreibt B. Johann von Strassburgan Ernst von Köln, das Gerücht, Beutterich solle mit 2000 Schützendurchs Elsass ziehen, sei wieder verstummt (Mc. Köln. Or. Acta I.Eigh.).
264. Johann Casimir an Landgraf Wilhelm. 7 - ^ ä f
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■ (Ausführliche Widerlegung der gegen ihn ausgestreuten Verläumdungen.) berg
< Beruft sich auf seine wie allbekannt „unverschlagene natur"und bisherige Handlungen sowie auf den Bericht seiner Ge-sandten.
1) Zu Hof, in der Kanzlei und im geistlichen Regiment eineZahl von überflüssigen Dienern der Kosten wegen entlassen. Gegendie Behauptungen des Schmachzettels 1 ) über die Einräumung derhiesigen Hauptkirche beil. Cop. der Erklärung an die gemeineBürgerschaft zu halten.
2) Die beiden Hofprediger Schechsii abgedankt, aber nichtungnädig, obwohl sie dies (durch Antastung seiner Person vorseiner Gemahlin und dem Hof und als Rädelsführer der früherenVerfolgung) wohl verdient hätten. Seine Milde war vielleicht übelangewendet. 2 )
3) Dr. Patiens, dieser hier zu Lande unübliche Papst, hattesich unmässige Vergünstigungen für Lebenszeit verschreiben lassenund publizirte ein aufrührerisches Gebet gegen jihn. Die Geist-lichen, die er im Kirchenrat behalten wollte, weigerten sich undpredigten gegen seine Prädikanten, statt mit diesen in Verkehr zutreten. 3 )
4) Die in Ungnaden entlassenen zwei Clamanten zu Oppenheim(ein Sohn des Heshusius und ein Schwiegersohn des Flacius) so-wie ein Ubiquitist zu Ladenburg hätten verdient über den Besen-markt gejagt zu werden.*) Könnte einen ganzen Katalog solcherBeispiele aufführen. Wundert sich, dass Herren und .Obrigkeitendas Alles für das reine Wort und für göttliche Eingebung halten.Auf eine Klage aus dem Amt Alzei noch nichts vorgenommen.Schickt Exemplare seines Edikts 5 ) sowie das Jurament dieser Leuteauf das Concordienbuch.
5) Wies einem früheren Kirchendiener eine andere Woh-nung an, um dem jetzigen Prediger die Amtswohnung einzu-räumen.
6) Von Räten entlassen der überzählige Dr. Geiger, der schonfrüher vom Schlag gerührte Kammersekretär Cleinmann nebst einemüberflüssigen Collegen.