Druckschrift 
2 (1884) 1582 - 1586
Entstehung
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180
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180 1583 243-244.

25. Novbr. 1) Ernst von Köln hatte seinen Bruder schon am 24. Okt./3. Nov.

5. Dezbr. aufgefordert, gegen Casimirs Administration beim Kaiser Schritte zu tun(Ma. 130'8). In seiner (nicht abgegangenen) Antwort vom 5./15. Nov.zeigt Wilhelm allerdings wenig Vertrauenvon wegen I. kais. Mt. ange-horner gute und sonst anderer mer ursach -willen" ; auch gehe die Sachedie Kff. an; vielleicht könnte man wenigstens die Anerkennung der Tutelund Einnahme in das Kff.-Collegium an die Bedingung knüpfen, dassCasimir sich fremder Händel entschlage, sich auswendigen Potentatennicht anhängig mache und keine andre Religion als die katholische oderA. C. im Lande des Bruders anrichte und hierüber eine Verschreibungausstelle. Trotzdem ersuchte W. den Kaiser am 8./18. Nov. gegen J.C, der seines aufrührerischen Wesens doch nicht leicht abstehen werde,gestützt auf das Testament des Kf. oder anderweitig zu ,,remediren" undsich hierüber mit Sachsen in Prag zu verständigen. Der Kaiser danktein einem Sehr, vom 21. Nov. und versprach sich die Sache ihrer Wich-tigkeit nach angelegen sein zu lassen. Ma. 9/3 f. 487. Or Am 6./16. Nov.hatte der spanische Gesandte zu Prag San Clemente den Herzog Wil-helm seiner Unterstützung gegen den gefährlichen Vetter beim Kaiserversichert. Ma. 359/15. Or.

2) Lippomano berichtet aus Prag am 12.'22. November, der geheimeRat habe sich hin und her besonnen, wie man Casimir von der Kurausschliessen könne, und allerdings gefunden, dass er als Calvinist undda er die Waffen wiederholt gegen die R.-Ordnungen ergriffen undkürzlich nur auf Androhung der Acht niedergelegt habe, auf die Privi-legien der goldenen Bulle keinen Anspruch habe; aber sie fürchten jedeAeusserung in diesem Sinne, ehe sie über die Stimmung Sachsens undBrandenburgs unterrichtet sind. Am 25. Nov./5. Dez.: der Nuntius habein der Audienz beim Kaiser u. a. auf Ausschliessung Casimirs gedrungen,racontandole molte cause, per le quali era inabile di quella carica", derKaiser aber entgegnet, er könne ni chts tun,poiehe Sass. et Brand, ha-veano preso la sua protettione". Wh. D. V. 10. Eigh.

3. Dezbr. 244. Johann Casimir an Ludwig von Württemberg.Heidel-

berg

Dankt für L. Condolenz und freundliches Erbieten. Hat seit-her gefunden, was der Kf. an L. wegen des Testaments gelangtund dieser erklärt, und soviel vermerkt, dass der Kf. seine Ge-mahlin Elisabeth, M. Georg Friedrich, L. und Landgraf Ludwigmit und neben ihm zu Contutoren und Curatoren seines jungenVetters und Pflegesohns Pf. Friedrich setzen wollte. Hat trotzdemnach Inhalt der goldenen Bulle sammt etlichen kais. und kgl.Confirmationen, auch nach Herkommen und Verträgen des HausesPfalz, väterlicher Disposition und brüderlichen Vergleichungen, da-sein Bruder zweifellos, falls er dessen genugsam berichtet, jeneAdjunktion unterlassen hätte, nicht umgehen können sich der Tutelsammt der kurf. Pfalz Administration im Namen Gottes zu unter-fangen. Da er diesem u. a lturf. Häusern kein Präjudiz erwachsenoder etwas gegen die uralteu heilsamen Satzungen vorgehen lasseudarf und was dawider gehandelt, an sich selbst unbündig undkraftlos sein würde, versieht er sich, dass L. sich mit diesem Be-richt begnügt, das mit dem Kf. der Mitvormundschaft halber Ver-abredete an seinen Ort stellt und die hergebrachte Correspondenz