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lü. Novbr. Johann mit, nebst der Erklärung, G. H. habe Pfalzburg erst der KroneFrankreich, dann dem Herzog von Lothringen angeboten und letzterersich eingelassen, da er gesehen, dass andere Fremde darnach getrachtet.Am 15. August kamen desshalb Vertreter der übrigen Pf. in Heidelbergzusammen, wobei u. a. der Verdacht geltend gemacht wurde, G. H. be-absichtige mit dem Kaufschilling sein Werk gegen Kurpfalz [vgl. Moser,patriot. Archiv XII, 37 ff] durchzusetzen. Die Zweibrückischen brachtennoch Nebenvorschläge vor betr. 1) eine neue Erbeinigung zwischen allenPf. [vgl. no. 93]; 2) eine gemeine Landrettung der Benachbartenbesonders der A. C.; 3) Ausschreibung des Religionsconvents: 4) "Ver-ordnung eines Fürsten wo möglich der A. C. zum Kammerricbteramt.(Mb. 327/16.) — Am 18. Okt. bot dann G. H. in einem Sehr, an Pf.Johann diesem und Philipp Ludwig die Wiederlösung von Pfalzburg an(Mb. 327/11 Cop.).
2) Pf. Johann wandte sich desshalb unter dem 17. Dez. an K.Hein-rich III, der am 8/18. Febr. antwortete, er werde sich, falls G. H. ihmPfalzburg n. s. w. anböte, nicht darauf einlassen, „vous asseurant que jeprefereray tousjours vostre amitie et de ceulx de vostre maison ä toutestelles semblables öftres qui me pouroient estre faictes". Mb. 327/15Cop.
3) Vorher hatte Georg Hans einer Versammlung der Ritterschaftin Ulm beigewohnt (Wendel Artzt an Erzhz. Ferdinand, Bruchsal25. Okt./4. Nov. Innsbr. Or.).
4) Im Dez. berieten Vertreter J. C. und der Pf. Johann und PhilippLudwig zu Heidelberg über die Pfalzburgische Sache, wobei dieZweibrückischen mit Entschiedenheit, aber vergebens auf Gefangensetzungdes Pf. Georg Hans wegen seiner Drohreden drangen (Bericht des Neu-burger Gesandten Morold vom 12. Jan. 1584, Mb. 327/121. Ueber jeneBeden vom „Jammer am Rheinstrom" schrieb Erzhz. Ferdinand am11/21. Febr. 1584 dem Herzog Ludwig von Würtemberg (St. Or.); alsder letztere an Georg Hans ein Abmahnungsschr. erliess, antwortete dergallige Pfalzgraf, er werde, gegen weitere 1 Vexationen Alles daransetzen;„wer derhalben lust zu unru hat, der mags finden" (ebd. Or.). DerNeuburger Kanzler Drechsel, der am Kaiserhof Beschwerde führen wollte,hörte von Vieheuser, zunächst werde wohl beim Kaiser nicht mehr zuerlangen sein als dass G. H. darüber gehört würde (Drechsel an Pf.Philipp Ludwig, Prag 24. Febr. 1584, Mb. 327/12 Or.).
5) Vgl. no. 233 A. 1.
19.Novbr. 241. Dr. Wilhelm Rhoding 1 ) an Landgraf Wilhelm.Heidel-berg Am Tag nach der Rückkehr Casimirs, den 23. Okt., wurdeder Kf. begraben. „Pompa uulla admodum adhibita fuit, sed promore huius aulae." Vor der Leiche gingen u. a. die Wittwe,die Gemalinneu Casimirs und Reichards sowie die Tochter des Kf.Christiua, hinter der Leiche Casimir und Reichard; der Sohn desKf. ging nicht mit, „eo quod domus una atque altera prope tem-plum sepulturae destinatum lue pestis infeetae essent". Unter denGrafen befanden sich Joachim von Ortenburg, Erbach etc. DieLeichenrede hielt Schechsius [in der Kirche], in der UniversitätKirchner. 2 ) Casimir weilt mit dem Sohn des Kf. zu Oppenheim,wo ihm gestern die Bürger als dem Vormund und Administratorhuldigten. Betreffs der venia aetatis nichts Sicheres, „sed rumorfictus fertur, quemadmodum etiam de pacto inter C. [Kf. Ludwig]