232-234. 1583 173
1) Etwas ruhiger schreibt W. unter gl. Datum an L. Ludwig, er 21. Oktbr.glaube nicht an einen Zug nach Wetzlar und man könne den Pass jeden- Casselfalls nicht mit Gewalt wehren. TJebrigens könnten die wetterauischenGrafen und die Pfalzgrafen J. C. leicht aus seiner gefahrlichen Lage be-freien, „aber E. L. sehen, das hinder solchen hochsprechern nicht vielals lauter calfactorei ist".
233. Des Traos an Landgraf Wilhelm. 2L ° ktbr -
Köln
. . . „Dann für 3 tagen einer, so von □ [Staaten] aber-mals zu 3 [Casimir] verschickt und ihme ihretwegen alle schleunigehilf und beistand preseDtirt worden, alhier gewesen, 1 ) deme erdermassen widerumb zu seinen principalen abgefertigt, das er sichrund vernemiuen lassen, er Hesse sich solchen hohen erbietens ausUrsachen nit allein bedanken, das er desses nit bedürftig, sondern iauch willens were, seinem bei sich habenden kriegsvolk in kurzeabzudanken. Ob nuhn solches ad eludendum adversarium oderparticulari quodam odio in □ hingerichtet, mag die zeit ausweisen."
.....Die hiesigen Geistlichen sagen, der A [Gebhard] sei
mit grossem Unwillen von Casimir geschieden. Dagegen hört er,derselbe wolle sich bald wieder zu Casimir begeben. 2 ).....
Marb. Erzst. Köln Ref. VI- Or.
1) Dr. Johann Junius de Jonghe, früher in Diensten Kf. Frie-drichs III, damals Bürgermeister von Antwerpen; vgl. Isselt p. 385 f.;Willems, Mengelingen p. 213; Prinsterer I. 8, 238.
2) L. Wilhelm schreibt am 8. Okt. an L. Ludwig: „Was aber denabzugk des bischoffs anlangt, haben wir ihderzeit gesagt, das er mehrigne cupidinis agitirt werde als religionis. . . Itzo sihet mans nuhn,weil er das kriegsvolk verlest und zu seiner madonna zeucht und ihmedieselbe mehr als disse schwere sach angelegen sein lest. Omnia vincitamor, antistes cedat amori." Marb. Or. Am 27. Okt. berichtet DesTraos, das Capitel habe ein Sehr. J. C. an Gebhard aufgefangen, worinei'Bterer sich mit etlichen spitzigen und harten Worten über den Mangelder Bezahlung beklagt. Dies wird wohl das Sehr. J. C. vom 12. Okt.sein, dessen Inhalt Isaelt p. 386 f. und Aizinger, Rel. hist III, 14geben.
234. Memorial Johann Casimirs für eine Beratung. 3 - Nov br.
„Puncten, so den raten furzuhalten 3. 9 bris ao- etr. 83.
1) Erstlich were inen zu vermelden, wie das der churf. zuColin sich auf der underhandler zu Frankfurt furschlag resolvirtund P. solche resolution zugeschickt und rats begert, ob es alsozu übergeben. Darauf begert P. rats, was zu tuen, dan pericu-lum in mora; mochten die resolution lesen, wolt P. morgen rathalten. 1 )
2) Were P. bedacht ein Schickung an Sachsen und Branden-burg zu tuen, so uff nachvolgende puncten zu stellen, l) Der an-geuohmenen Vormundschaft und administratiou halben, sich zu