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17. Januar erklärt hatte, ist mindestens auffällig. — Noch am 21. April teilt derErzhz. seine Erkundigungen über die Reden eines seiner Diener mit, derzugab, er habe „von der pursch" gehört, „das man allerlai gemurmelt,der herr bischoff von Lüttich und andere bischoff werden auch weibernemen und es welle alles lutherisch werden" (Ma. 130/5 f. 278). Beieinem Besuch in Innsbruck (Mai) unterliess "Wilhelm nicht, dem Erzh.vorzustellen, wie die Reden, die derselbe im Beisein vieler Personen widerErnst geführt habe, letzterem schaden könnten; der Erzhz behauptetedagegen, er habe nur Ernst zum Besten und zur Entschuldigung geredet.W. Hess es dabei, „weil ich niemands nenen derfen, woher wir sölchshaben" ("W. an Ernst. 2. Juni, Mc. Köln. Or. Acta I. 76. Eigh.).
2) Vgl. Stieve, Br. und Akten IV, 328 ff.; Lossen I, 118 ff.;339 ff. Der Nuntius Malaspina sagte zu dem bair. Obersthofmeister Ott-heinrich von Schwarzenberg: Ernst sei sincere katholisch, hocbverständig,arbeitsam, keck, listig, könne trefflich negociren, „aber daneben auch einsinder; und sind das seine verba formalia: Non dico peccator in pccca-tiglos, mas in cossi et pecati grandi, parö 6 pisogni taiglare la capa seloala panza" (Schw. an Wilhelm, Juli 1583, Ma. 130/11 f. 50 Eigh.).
22. Januar „„
Wittlich 0». Johann von Trier an Gebhard.
Bericht seines Marschalks über ■ seine und des MainzischenVerrichtung bei G- 1 ) Minutius soll sich über die Gerüchte vonG. erkundigen, hat ihm die päpstlichen Indulta und ein wohlwollen-des Breve des Papstes an G. 2 ) zugestellt, das er seinem Marschalkzur Beförderung übergab. Weiss sich und die Katholischen freivon einer Verbindung mit fremden Potentaten. Lobt G. vormaligenEifer für die katholische Religion; R.-Constitutionen und Rel.-Friede aufrechtzuhalten.
Ma. 130/1 f. 334. Cop.
1) Gehhards beide Antworten auf die Werbung und Replik dermainz-trierischer. Gesandten Kaspar und Anton von Eltz, Bonn 12. 16. Ja-nuar, ausweichend, Ma. 130/1 f. 320. Copp.
2) Vom 7./17. Dezember 1582; gedr. in Auss ehr. Gebh. Beil. VIII,p. 65 ff.; Relatio historica (1584) p. 64 f.; Isselt p. 76 ff;Pappen heim, Chronik der Truchs. II, 216 f. (aus dem Archiv);Ludewig, Reliqu. manuscr. V, 383 ff. Eine ganz abweichende Fassungbei Theiner III, 320 f. (wohl nach einem früheren Concept?); ebd. p.321 ff. 383 ff. eine Reihe von andern hieher gehörigen päpstlichen Sehr.,u. a. ein Sehr, an Gebhard vom 21./31. Dez. ( Beglaubigung des NuntiusB. von Vercelli): p. 391 und 727 die Ergebenheitsschr. von GebhardsBrüdern Jakob und Christoph an den Papst. — Gebhards Antwort aufdas Breve vom 17. Dez. gedr. Ausschr. p. 68 ff; undatirt, wohl nichtals Sehr, an den Papst, sondern als Manifest aufzufassen.
23. Januar
Cassel 70. Landgraf Wilhelm an Des Traos.
(P. S.) Sachsen und Brandenburg haben die von ihnen selbst vorge-schlagene Legation wieder fallen lassen und gehen leis mit derSache um, damit sie nicht die Hände verbrennen. „O des elendenbruckentrettens.'" Die Sendung, des Scheckius sieht so aus, als ob