52 1583 63-65.
13. Januar 63. D e s Traos an Landgraf Wilhelm.
Bonn
Der Kf. erklärte ihm, auf den durch D. Schwartz angebrachtenbewussten Vorschlag [vgl. no. 51 A. 4] jetzt nicht eingehen zu können,da der Verdacht auf ihn fiele, als wollte er etwas vom Stift alie-niren. Der Kf. hat diesen schweren Handel nur zum Besten derReligion und des Vaterlands auf sich genommen. „In summa,omnia in Cels. S. sapiunt vere christiana, zu geschweigen was I.Ch. Gn. sonstet für herliche uaturae dotes an sich hat, quae illumpariter et vere regalem et christianum principem reddunt." 1 ) ....
Marl). Or.
1) Etwas kühler berichtet D. Tr. am 5. Jan. über das VerhältnissGebhards mit Agnes: „Weiss auch nirgentz eine berümpte, mit der I.Ch. Gn. sonderlich in verdacht, als mit der von Mansfelt, so jetziger zeitzu Bnnne und mit der zwar I. Ch. Gn. alle tage so familiariter umb-gehet, das meniglich in den gedanken geraten, als das sie ihre junkfrau-schaft nit mehr zu verlieren habe." Ein katholischer Bericht aus Bonnvom 29. Nov. (Ma. 130/1) ergeht sich rückhaltlos über Gebhards wüstes Leben.Vorgestern habe der Frühtrunk mit Solms, „qui veluti numen aliquodapud nos veneratur", bis zur 3. Stunde des Nachmittags gewährt; „ibltum discessit comes, reverendissimo se ad Buam recipiente, ubi veHpericoenatum, ntibilibus edulia per plateam eo deportantibus. Herl prandiumduravit in noctem, superveniente praeposito maioris .... Nach gehal-tener zech hat man die trumphten blasen und die kesseltromme gehn
lassen, reverendissimo huc illuc discurrcnte et saltante..... Archi-
episcopus his diebus cum monacho quodam Heister-bacbensi tripudiavit. Somniane tibi haec videntur? somnia nonsunt, res gestae sunt." Ein weiterer Bericht sagt hierüber: „Hie choreasdie nocteque dueimus, quibus, ut nihil desit, adhibetur insignis histrlomonasterii S. Francisci guardianus". Vgl. die ausführlichere Erzählungbei Isselt p. 80. Ueber das „harte und geschwinde'' Saufen Gebhardsvgl. Pieler, Fürstenberg p. 42 (1581).
15.Januar 64. Der Kaiser an König Philipp II.
Wien
Kölnische Sache. Kais. Commission und Mahnschreiben. Er-sucht um Hülfe für den zu erwartenden Fall des Ungehorsams;hat an Parma desshalb geschrieben.
Ma. 130/1 f. 165. Cop.
16.Januar 65. Johann Casimir an Dohna.
Kaisers-lautern jjört g erDj (] ass 40 [Johann] 48 [Gebhard] auf B. HermannsRef. gewiesen hat. 15 [Geld] Senduug. Hat das gemeine Gebetauf der Kanzel längst angestellt. Will an L. Georg schreiben, ermöge sich zur Zeit des Tags hinunter begeben; obwohl derselbe eskaum tun wird.
[Zettel.] Schickt Instruktionen für Capitel- und Landtag 1 ) undeinen unadressirten Brief an den englischen Gesandten; D. sollsorgeu, dass derselbe an ihu gewiesen werde; einstweilen ein Ge-