32 1582 40—42.
13 Pezbr. 3) Graf Arnold von Manderscheid-Blankenheim, Bruder des B. Johann
von Strassburg, geb 1546, Domherr zu Köln, Strassburg und Trier, 1575Coadjutor des Abtes von Prüm, heiratet nach dem Tod seines BrudersHermann 1604 f 1614 (Barsch, Eiflia illustrata I. 2, 549). Der Berichtdes Barvitius vom 20. Dez. sagt: „XVII. item die vocatus fuit Geiliusa Manderscheit , qui multa videbatur ar.cana ipsi exponere velle: nonsurcessisse archiepiscopo multa, quae molitus erat; res nondnm adeo des-peratas esse, atque vulgo persuaderetur; de resignatione cogitatum esse,et huiusmodi alia, unde non obscure appareret ipsutn successionem spe-rare. Discessit ille Treveros versus, eam spem circumferens , quam ipsi,ne obsit, archisponsus et Middendorp fecerunt." Am 24. Januar schreibtMinutius aus Köln an Dandorff (Ma. 130/1 f. 257): „Comiti Arnoldo Tre-veris a me diligenter inquirenti persuasi, sanctissimo non placere, ut totecclesiae in unum cumulentur; is sua spe iam obtinet-'; natürlich nur einfrommer Betrug des bereits für Herzog Ernst entschiedenen römischenSendboten.
15. Dezbr. 41. Alencon an Gebhard.Ant-werpen Erbietet sieb zu freundlicher Correspondenz; hat wegen eines
drohenden Ueberfalls Schiffe rheinanfwärts geschickt und wird viel-leicht in Kurzem mit seinen Truppen kölnisches Gebiet berühren;sucht um freien Pass gegen Beobachtung der R. Constitutionen nach.*)
Dr. 8927. Köln. Sachen 2. Buch. Cop.
1) Am 6. Dez. berichtet Barvitius aus Köln: „Rumffius [vgl. no. 24]Antverpia rediit, unde omnem amicitiae ac benevolentiae significationemarchiepiscopo, minas vero Juliacensi adfert, quemadmodum ex aula Cli-vensi nunciatur" (Ma. 130/1 f. 70). — Gebhard hatte schon wiederholt,13. und 30. November, Parma gegenüber die Gerüchte über seine Ver-bindung mit Alengon widersprochen; ein drittes Sehr, in gleichem Sinn,Bonn 30. Jan. 1583, in Aussschreiben Vnd Gründlicher warhaffterBericht Vnser Gebhardts .... Ertzbischoffs zu Colin, 1583, Beilage X,p. 76 ff. Im Gespräch mit dem kais. Gesandten Kurtz (vgl. dessen Sehr,vom 25. Jan. 1583 unten) beschränkte er sich auf die Versicherung, dassAI. wohl an ihn, er aber niemals an AI. geschrieben habe. — BesondereBeachtung verdient eine von Baiern unter dem 2 Febr. an den Kaisergeschickte Pariser Zeitung vom 3. Jan /24. Dez : es sei ein Kurier mitSehr. Kölns an den König um Hülfe hieher gekommen, „atque si hocposset impetrare, promittit se illi (raditurum quasdam civitates et lncacommoda ad impediendos passus, per quos hostibus commeatus advehisolet. Responsum fuit, Alenconio, ad quem se defert, hanc rem curaefore adeoque illi iniunetum esse, ut archiepiscopi conatus foveat et mili-tem aliaque auxilia subministret" (Wh. Cop.). Der Kaiser teilte sie am25. Febr. wieder Baiern sowie seinen Commissaren GaU und Kurtz mit(Ma. 130/1 f. 273; 458); Ruprecht von Stozing bezeichnet sie in einemSehr, an Baiern vom 3. März (ebd. 130/5 f. 114) als „schreiben vomspangischen orator" zu Paris. Der missglückte Handstreich der Fran-zosen gegen Antwerpen (17. Jan.), der Alencjons verräterische Absichtenenthüllte, musste natürlich jedes Vertrauen auf ihn nicht nur in den Nie-derlanden, sondern auch in Deutschland vollends erschüttern.
16. Dezbr. 42. Gebhard an Ludwig von Würtemberg.
Auf dessen Sehr, vom 27. Nov. Generalreformation noch nichttunlich. Das Capitel gespalten. Hofft auf die Landschaft. Bekennt