39-40. 1582 31
1) B. wird -wohl Gebhard. X. vielleicht der Bischof von Strassburg 11. De-sein? Die Dreizehn der Stadt Str. lehnen in einem Sehr, an J. 0. vom zember24. Dez. vorläufig jede Teilnahme an der kölnischen Sache ab (Mb. 93/5 Kaisers-f. 446 Or.), worauf J. 0. am 29. Dez. auf die Erklärungen Sachsens o. a. lautern.hinweist und darauf dringt, man müsse nicht auf andere warten (ebd.
f. 447 Conc. Ehern).
2) Leider fehlen die Sehr. Dohna's aus diesen Tagen. Die Sehr.J. 0. an ihn vom 4. 5. 11. Dez. erhielt er, wie die Indossirung: Präs.Friedeisheim 13. Dez. zeigt, erst nach seiner Rückkehr. — M. wird wohlKurpfalz sein. Des Traos schreibt am 26. Dez. aus Köln an L. Wil-helm, nach "Witgensteins Bericht hätten Pfalz und "Würtemberg von Kölndie Unterschrift der Concordienformel verlangt, dieser sie definitiv abge-schlagen. Marb. Or.
40. Barvitius an Dandorf f. 13. De-
zember
.... Unklare Antwort des Erzb. auf die Werbung der Ge- Köln,sandten des Capitels, die eine Woche in Bonn blieben und erstauf gemessenen Befehl des Capitels zurückkehrten. 1 ) .... EinSehr, des Cardinallegaten aus Trient, mit der Aufforderung dieHäretiker und Verdächtigen auszuschliessen, am 6. Dez. verlesen. 2 ).... Manderscheids eitle Hoffnung auf die Nachfolge, genährtdurch Middendorpius, der stets Mässigung predigt. 3 ) ....
Ma. 130/1 f. 76. Eigh.
1) Die Instruktion des Kölner Domcapitels für Graf Arnold von Man-derscheid, Graf Hermann Adolf von Solms, Dr. Jakob Middendorpius undDr. .lost Gerckingh von Lemgo, datirt vom 24. Nov., betraf die Irrungendes Capitels mit dem Erzb. über die Gefälle und die Besetzung von Bonn,eine Nebeninstruktion (worin Solms ausgeschlossen) die Gerüchte überHeirat und Religionsänderung und das Gold und Silberwerk in Brühl(Marb. Erzst. Köln Ref. I. Cop.) Hienach EnnenV, 54 zu berichtigen. Dieschriftliche Antwort Gebhards auf die Nebeninstruktion (Marb. ebd. Cop.) be-sagt, er wolle sich in seinem tragenden Stand unverweislich aller Gebührzu verhalten wissen und wünsche, dass man den Urheber jenes Gerüchtsan ihn weise; ,,I. Ch. Gn. wollen denselben mit behörender antwort be-gegenen." Von Brühl habe er ein Silbergeschirr holen lassen, einen Helmdaraus zu machen ; da ein Teil Schlüssel vergessen, sei der Turm durchden Schlosser geöffnet und das Silberwerk im kurf. Gewölb verwahrt worden.— Vcrgl. über die Gesandtschaft auch von der Beken an Bremen 5. 6. Dez.beiSchmidt-Phiseldec k, Miscellaneen I. Einige Mitteilungen der Gesandtenin dem Bericht des Barvitius, Köln 20. Dez. (Ma. 130/1 f. 84). Der Erzb. habesich gegen sie gerühmt, ,,se Septem millia- lectissimorum hominum vel aParmensi vel ab Alenconio ad manum ac nutum suum habere posse."Die Aufforderung Gebhards an seine Tischgenossen, sich ihm mit Hand-schlag anzuschliessen, erzählen die Gesandten etwas anders als Isseltp. 79 f. : „Inter pocula multum de religione sermonem habebat arehiepi-copus; aderant praefecti equitum, aderant nobiles plurimi; nunc in hanc,nunc in illam partem propendere, vacillare videbatur. Tandem praefectiequitum militariter: stet seeundum nostram decisionem sententia, dicebant.Tum archiepiscopus: Ergo manum, quisquis meeum sentire velit, porrigat."Dies 1 ätten Feldbruck und Spee von den Adeligen sowie Dr. Schenknicht tun wollen. Vgl. Ennen, V, 53 f.
2) Dieses Schreiben hatte im Auftrag Herzog Ernsts der Sekretärdes Cardinallegaten, Minuccio de Minucci, später (1596) Erzb von Zara(vgl. über ihn Stieve, Briefe und Akten IV, 126 A. 1) veranlasst; vgl.Minucci an Dandorff, Trient 31. Okt./lO Nov. (Ma. 131/1 f. 39 Eigh.)