28 1582 32—35.
2. Dezbr. 2) Die offizielle Antwort vom 3. Dez. (Mb. 93/6 f. 14. Cop.) rät dem
Kf, bei Capitel und Landschaft den Argwohn einer Brblichmacliung desStifts zu beseitigen und die Gemüter nicl.t durch weitere Annehmung vonKriegsvolk zu alieniren, berührt ausserdem die Reise des Pf. Johann,das Sehr, an England, die Legation und die Geldfrage. — J. C., Pf. Jo-hiinn und Gr. Albrecht von Nassau hatten sich zu einem gemeinschaft-lichen Vorsclvuss von 12000 fl. auf Jahresfrist verabredet, aufzubringenunter J. C. Namen (J. C. an Dohna, Kaisersl. 4. Dez Mb. 93/6 f. 18 Or.).
2. Dezbr. 33. Gebhard an Heinrich von Bremen.
- Bonn
Werbung und Beantwortung des D. Gayll. 1 ) .... Hessenserste Erklärung gegen den nassauischen Doktor sehr kalt. „Wasaber von Saxen churf. widder replkiret, bin ich vor vorlaugen
halb krank, der her gebe genadt."..... Trägt Bedenken den
Landcomthur zu sich zu fordern. „Intelligenti etc. Religio ist indem man nicht zu pessern, also nicht zu trauen." Hofft bei Mes-schidt auf Besserung. Drost zu Sparenberg, Reidt, ein guter Mann.„In summa, geld regiert die weit, da ist maugel; gott ist aber überalles, dem vertrau ich von ganzem herzen; ehr wirdt seine Sachen
nicht stecken lassen."..... Die Heirat zwischeu dem juugen
Jülich und Lothringen soll gewiss sein wie auch der Abstand; „ergovigilandum." Sein böses Schreiben; ,,die uberhcufuug der gescheftdistrahert memoriam, die sehreibfeder hat auch was schuld." ....
Marb. Erzst. Köln Ref. I. Cop.
1) Am 1. Dez. berichtet Gail aus Bonn an den Kaiser über die „un-richtige und dunkle antwort" des Kf., der das Geschrei wegen des Ab-stands und der Heirat auf seine Missgönner schob; etliche Domherrenund Bitter wollten ihn de facto absetzen, wogegen er Alles aufbieten undwohl Anhang finden werde ; falls er Willens wäre gutwillig das Stift zuverlassen, werde er sich der Gebühr zu verhalten wissen. Ein Gesprächüber Religion liess die Neigung des Kf. für die Freistellung erkennen.Wh. Eigh.
3- Dezbr. 34. Georg von Scholley 1 ) an Landgraf Wilhelm.Cassel
Bremen erklärte, wegen Münster sei bei ihm etwas vom Kaiserangebrarht Worden, aber nicht auf Lüttich, sondern auf einen derErzherzoge seiner Brüder. 2 ) Br. werde sehen, dass geschehen solle,was nützlich und gut sei. Sollte Erzhz. Matthias gefordert werden,so sei doch Hoffnung, „das derselbe, wie er sich dan schon erclertsoll haben, auf diese warhaftige religion zu gewinnen wehr." . . .
Marl). Erzst. Köln Ref. I. Or.
1) Kämmerer des Landgrafen; vgl. Rommel, Hess. Gesch. V, 433;Kluckhohn, Briefe Friedrichs des Frommen II, 231; 454.
2) Ygl. Lossen I, 676 ff.
4. Dezbr. 35. Heinrich von Bremen an Gebhard.
Minden
Gerüchte beim L. und hier, besonders dass G. sich mit Aleu-con eingelassen, was er nach ihrem Gespräch hierüber sowie Gasi-