Druckschrift 
2 (1884) 1582 - 1586
Entstehung
Seite
20
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20 1582 23-24.

21. Novbr. wolle, so ist der danz so weit den 20 ten 9bris angefangen et iactaest alea, lest sich nicht mehr zurück sehen. 1 ) Ich werde auch imnamen des herrn damit vorttrucken, es gehe darüber, wie derliebe gott wolle. Der sachen aber ist wohl rat, allein wollen am-bagisationes et cunctationes kein, sed praeventio hier locum haben.Mein feind sein noch ungefast et trahuntur in diversa consilia,haben kein guten fuhrmann, hetten sich des bossen nicht versehen."Lässt man ihnen Zeit, so erholen sie sich und könnten ihm baldwieder ein Bauket schenken. Vor Allem gilt es sich des Landszu versichern; die Leute können hernach successive gewonnenwerden; fürs Erste braucht man nicht eiqmal einen gar so grossenKessel überzuhängen,allein das man den vorsprung inbehalt."Würzburg betreffend erinnert er daran,was S. L. unserzusamenkunft vor dem an mich geschrieben; will den sachenrecht tun; der bapst und sein anhang machen treffenlich gutt pronobis." . .

Dankt für J. Nebenbedenken, die er wohl in Acht haben will.Wasdie bewilligung der religionsübung betrifft, hab ich mich mit meinembruder von Bremen eines weges unterredt, den ichOtten und Thiemont 2 )mitteilen werd;" wird J. nicht missfallen. Will dem scripto unddem Uebrigen auch nachdenken.In summa, ich sei gar nicht be-dacht, lang umb den brei zu gehen, sonder im namen des gewal-tigen einigen gottes durch zu drucken, es kost gleich was es wolle.Bin ich von ihme verordnet, das werk auszufuhren, gut; wo nicht,aber gutt; will mich nach meinem talent gebrauchen und gebemich ganz und gar mit unerschrockenem herzen in seinen göttlichenwillen. So sauer kan es nicht ausgehen, es muss mir alles zugutem kommen. Wan ich allein die sehle daraus reiss, so ist esalles volngnug. Geredt es besser, so hab ich seiner barmherzigkeitdarumb zu danken und loben. Wir haben doch alles von ihmeund seind sein, also sollen wir ihme billig alles heimstellen undseines willens gehorsamblich erwarten und denselben mit frölichemfreudigen herzen vollenziehen, der teufel und sein anhang sehedarüber aus, wie er gleich wolle." Bittet auf die actiones desDiosts zu Bilstein 3 ) Achtung geben zu lassen. Die Aachener wer-den armselig umgetrieben.In summa, das regiment der Hispa-nisirten, munch und Jesuiter regieren und das rüder halten wirdtuns im reich nichts gutt machen, aber denen am meisten schaden,die sich also lassen bei der nasen leiten und so spottlich prillen.Gott woll es besser[n], alles ist in seiner band ....

Bittet um die weiteren Bekenntnisse des Verräters.Aberunsere haar sein alle gezalt, hilft die menschliche list wieder desherren willen nichts."

Wiesbaden, Dillenb. Archiv C -420 f. 95. Cop.

1) Vgl. G. Sehr, an Albrecht von Nassau vom 19. Nov., teilweisebei Ennen V, 52 f.; eine Cop. Mb. 93/5 f. 226.

2) Otto von Wollmeringhausen und Temme (Timan) von Horde, zweiwestfälische Adelige, vgl. Kleinsorgen, Tagebuch von Gebh. Truchs.oder der Kirchengesch. 3. Teil (Münster 1780) p. 17.

3) Drost von Bilstein war seit 1567 Caspar von Fürstenberg (Pieler,Leben und Wirken Casp. von F., Paderb. 1873, p. 6).