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2 (1884) 1582 - 1586
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18 -19. 1582 17

(Berleburg, 20. Nov., ebd. f. 133, eigh.) mit gleicher Entrüstung; bei-Novemberliegend eine Ablehnung der hessischen Argumente [wohl von Olevianus] :Auf die frage, ob ein obrigkeit sowol als ein Privatperson die erkanteWahrheit simulando und dissimulando ein zeit lang mehrer erbauung wegenvermög gottes wort verhelen möge, ist dieser underscheid zu vermerken".W. meint, man solle den Landgrafen ermahnen die Bibel besser zu stu-diren,ne in re gravi adeo fernere iudicet." An Dr. Schwartz schriebWitgenstein (Berieb., 21. Nov , Wiesb. Dillenb. Corr. 1582 f. 199, eigh.),er besorge in Erinnerung an die Aeusserung des Kf. Johann von Triergegen Sachsen auf dem Frankfurter Wahltag,es sei dise sache uf dieConstitution des unheilsamen religionfridens nit gnuegsam quale-ficirt. Scis, quid velim. Certe id genus hominum non nisi plagis emen-datur".

3) Hier Kf. Gebhard. Diejuristischen" undpolitischen" Rat-schläge eines L. Wilhelm und D. Schwartz, die Gr. Johann und Witgen-stein so sehr perhorresciren, Hessen sich noch ergänzen durch das demGr. Albrecht von Nassau zu Heidelberg erfeilte Gutachten des Vice-kanzlers Pastor, der Erzb. könne mit gutem Gewissen Messe lesen lassenund sich für seine Person derselben enthalten und privatim in der Schriftund den Sakramenten üben.Dan ob sollichs gleich von etlichen Theo-logen mocht angesehen werden, als wolt man zeitlicher ehr halben dieWahrheit nit öffentlich bekennen, so hette es alhie nit die meinung, undmuest man den Spruch recht ansehen, do stet: Estote prudentes sicutserpentes et simplices sicut columbae" (Instr. Gr. Albrechts für seinenan Gebhard abgefertigten Kanzler Johann Burckhard, Wiesb. Nassau-Usingen. Conc. Bruchstück).

19. Johann von Nassau an Kurfürst Gebhard. 10. Novbr.

Sein Sohn Wilhelm hat einen Verräter gefangen, der sich für 1 en urgseinen Sohn Georg ausgab und einen Anschlag auf dieses Haus be-kannte. Zerwürfniss des B. von Würzburg mit den Päpstlichen aufdem ß.-Tag zu Augsburg wegen des Stifts Fulda. G. sollte Würz-burg sein Vorhaben eröffnen, wodurch derselbe entweder zu andernDingen williger gemacht oder nebst andern Widerwärtigen vontätlichem Widerstand abgehalten werden könnte. 1 ) ....

Erinnerung an etliche notwendige Dinge. I) Das Ausschreibenschleunig zu veröffentlichen und nicht nur durch politicos, sondernauch durch erfahrene Theologen beraten zu lassen. Mehr auf Gottzu sehen als auf Menschen. G. soll sein Gewissen nicht bindennoch durch Weltweisheit sich zur .Heuchelei bereden lassen.Dangott will uns ganz und gar haben und könuen wir zugleich ihmeund der weit nit tienen." Leider ist es bei den Evangelischen derA. C und vielen der reformirten Religion sehr gemein, sich alleinzur A. G. zu erklären und aus Kleinmut oder um die Leute zu ge-winnen dasBekenntniss unseres Glaubens mit zweifelhaften, dunkeln,geschraubten Reden und cothurnis zu tun, wovor er G. dringendwarnt. II) Empfiehlt Supplikation der Evangelischen in Städtenund auf dem Lande und Intercession für dieselben bei andern Kff.und Fürsten. III) Das Land nicht nur mit Gewalt zu behaupten,sondern den gemeinen Mann zu gewinnen, zu erbauen; am Bestenwürde persönlicher Verkehr wirken, was dem Prinzen [Oranien]den grössten Vorteil gebracht hat. Abfassung eines Discurses vondem ganzen Werk notwendig.....

Wiesb. Dillenb. Archiv C 420. f. 88. Cop.Bezold, Briefe des Pfalzgrafen Johann Casimir. II. . 2