Druckschrift 
2 (1884) 1582 - 1586
Entstehung
Seite
13
Einzelbild herunterladen
 

13-15. 1582 13

vom 12. Jan. 1583 wurden von vielen auch die Bischöfe von Paasau undAugsburg als wankend angesehen.

14. LandgrafWilhelm von Hessen an Kurfürst 13. Ok-

August vo n Sachsen. tober.

Auf A. Sehr, vom 4. Sept. Schon vor mehr als einem Jahrmeldete ihm ein vornehmer Graf, dieser Bischof wolle wie seinVorfahr Salentinden stift gleichfals verbulen". Prophezeiung desJustus Felsius ao. 47. von den 7 Erzb., deren keiner 7 Jahre re-gieren werde. Dass der Erzb., als ein so grosser Papist, das Stiftbehalten wolle, glaubt er nicht, will aber nicht, wie mit Mainz selig30 böhm. Dukaten darauf verwetten, da er sieht, dass auch beiden Geistlichenamor vincit omnia." Wünscht, übrigens, dieseru. a. Bischöfe möchten dem Beispiel von Magdeburg, Bremen u. a.folgen und nicht warten, bis ihnen die Reformation auf dem RTagzugelassen werde, was doch nie geschieht. Hätten ihre Vorfahrenso lauge gewartet, so wäre das Evangelium nie so weit gekommen.Man muss hierin vor Allem auf Gottes Ehre und Gebot sehen, derdann Gnade und Gedeihen gibt, freilich cum tribulatione, die aberin dem Fall kein Herz scheuen soll.

»r. 8927. Or.

15. Johann Casimir an Graf Albrecht von Nassau- 17- 0It_

Saarbrücken. 1 ) lober -

Kaisers-lautern.Auf dessen Anbringen über den kölnischen Handel, der gefähr-lich, aber, wenn ernst gemeint, zu Gottes Ehre und des Vater-lands Wohlfahrt gereicht. Erinnert an das Testament seines Vatersund schickt einen Auszug für Köln. 2 ) Freut sich über die demKf.durch den heiligen geist uud allerhand andere eusserlichegutte mittel" eröffnete- Erkenntniss von der Finsterniss des Papst-tums und von dem einzigen Fundament unserer Seligkeit; derKf. wird sich hoffentlich durch der Welt und Teufels Larven undböser Leute Praktiken nicht abschrecken lassen, da sonst derHandel besser gar nicht augefangen. Der Kf. darf durchaus nichtresigniren; Verbindlichkeit des bischöflichen Berufs und Pflichtdes magistratus gegen die Untertanen; Kraftlosigkeit der demWort Gottes, der Nächstenliebe und den guten Sitten widerstrei-tenden iuraraenta. Mit Rücksicht auf Capitel, Ritterschaft undUntertanen anfangs gelind zu verfahren und ihnen zarte Kost zu ^reichen, Freistellung der päpstlichen Religion und A. C. vorzu-schlagen und zugleich Gesandtschaften von den Pf., Hessen, Braun-schweig, Halberstadt, Bremen und Brandenburg an das Capitel zuveranlassen; die Kff. an die brüderliche Vereinigung zu erinnern;das Recht der Prälaten trotz der allem göttlichen, natürlichen undVölkerrecht widersprechenden iuramenta zu heiraten in einerDruckschrift zu verfechten; gelehrte und erfahrene Leute für dieReformation beizuzieheu.