8 1582 7-8.
10. Juli, podagram nicht reisen konnte 1 ) und nachher J. C. schriftlich er-suchte, er denke in seiner Ruhe der gemeinen Sache nach undhätte J. C und wen derselbe dabei haben wollte, etliche Dinge zucoramunicieren, die der gemeinen Sache, J. 0. und des HausesPfalz Wohlfahrt berührten, schlug ihm J. C. jede Audienz schrift-lich ab und begehrte seine Gedanken schriftlich, wie er sie auchschickte. „Also das ich sage, ich weiss wol, das Beutrich mirdiese ohren verstopft und er nit leiden mag noch leiden wirdt, solang er im credit zu pleiben gedenkt, das ich ciuichen accessumzum selben bern habe, uff das er mir den eingang versperrt, fernerseine heimlichkeit zu entdecken. Ich mochte Beutrichio die ehrwie auch di muhe wol gönnen, das er di gemeine sach wol trac-tirte und ausrichte. Aber ich hab di gotsfurcht noch auch dasgemüt, viel weniger di mittel darzu dinend bisher an ime nit spürenkönnen. Und gemeint er di gemeine sach aufrichtig, warumbcommunicirt er dan di ratschlege di gemeine sach belangend nitmit denen, die vor ime bei lebzoiten unsers alten fromen hern digemeine sach tractirt haben, da er noch mit dem cardinal vonLotringen und herzogen von Guisa practicirte? Er versteckt aberseine ratschlege, das canzler und stadhalter nit einmal darnachfragen dürfen. Aber von solchen Sachen ist besser weitleuftig mitE. Gn. reden dan davon viel zu schreiben, und mus man di sachgot bevelchen, bis I. F. Gn. dermalen eines befinden, wi er es ge-meinet; dan zu besorgen, das zuvor schwerlich I. F. Gn. etwasanders werde können persuadirt werden".....
Wiesbaden, Dillenb. Archiv C. 420 f. 47 Eigb.
1) Am 12. April 1582 schreibt Barvitius aus Köln an Dandorff:„Fuit ibi [Aachen] ante paueos dies cum Casimiri legatis Hertzbachiusiureconsultus homo perniciosissimus; fuerunt et alinrum legati, quorumhortatu magis magiBque cbfirmantur oppidani". Ma. 130/1. Vgl. I. 319;327.
21. Juli. 8. Graf Ludwig von Witgenstein an Johann vonBerleburg Nassau.
(Jobann Casimirs spanische Bestallung; Beutterich-, Zuleger.)
.... „Vors erst die colnische Sachen betreffen, dweil es bilchbedenklich dieselb verdechtigen leuten zu eroffenen 1 ), gebe ich E. L.zu erwegen, ob sie dasselbige zu verstreichen ein anders, nemlichdie spanische bestallung vorwenden wolten; welche dan nuhmeretwas glaubwirdiger mochte geachtet werden, nach dem man vor-gibt, das sie den von Alencon zu hiuterdreiben, und also demreich zu guttem gereichen soll. Es steht auch wol zu besorgen,das die in Coln und Achen angehende und verlaufene unruhe nebenandern beschwerlichen Sachen ursach geben mochte, das bei weren-dem reichstag etwas den Nidderlauden zuwidder vorgnomeu wurde,dessen sich malevoli zu schein und glimpf alsdan konten gebrauchen.Weil nuhe Beutrich vor ein anstifter der spanischen praotiken wirt