2-4. 1582 3
1) Kf. Gebhard. 22. Mai.
2) In einem Sehr, aus Köln vom 30. Mai (ebd. 3 eigb ) an Johannvon A'assau empfiehlt Solms der bewussten Sache halber eine Ver-gleiohung zwischen Nuenar und Reiferscheid; von der bewussten Sachesei ,,gross sorg und reden davon under den pfaffen"; man müsse zeitlichdazu tliun; er ersucht J. dafür beten zu lassen, ohne sie zu nennen; willzu J. kommen; „verhar inter spem et metum, et hereo sicut mus in pice".— B. Johann von Strassburg erwähnt in seinem Sehr, an den Papst vom14. Jan. 1583 (The in er, Annales eccles. III, 386), er habe vor seinerReise zum Augsburger R. Tag Gebhard wegen der umlaufenden Gerüchtedurch einen köln. Prälaten interpelliren und zur Unterdrückung derselbenermahnen lassen, worauf G. sich zu seiner vollen Befriedigung erklärtund sogar auf seinen dem Papst geleisteten Eid ausdrücklich berufenhabe.
3. Johann von Nassau an Johann Casimir- ^1. Juni.
Dillen-
Kann J- C. in Vertrauen nicht verhalten, dass jetzt etliche urg 'Sachen und Gelegenheiten vorfallen, daran dem Vaterland und be-vorab den Religionsverwandten zum höchsten gelegen, „und son-derlich das E. L. beneben andern evangelischen stenden darvonunverzüglich und noch für den vorstehenden reichstag berichtetwerden mochten." Da dieselben aber der Feder nicht zu vertrauenund er diesmal nicht selbst abkommen oder jemand an J. C.schicken kann, bittet er um Sendung eines vertrauten und verstän-digen, der wahren Religion und dem Vaterland ergebenen und mitdem Stand der Reichssachen vertrauten Mannes. Ihm wäre derKanzler Ehern oder Lic. Zuleger am Liebsten. Jedenfalls bittet ernicht D. Bitherichium zu schicken, obwohl ihm bewusst, dass J. C.demselben viel vertraue, und er auch früher selbst sehr gern mitdemselben gehandelt und umgegangen. Da aber B. auf den Prinzenso unbillig schilt und diesen verunglimpft und ausschreit, da über-haupt B. Handlungen seit einiger Zeit bei vielen Gutherzigen dasAnsehen gehabt, „als ob dieselbe sowohl E. Gn. Selbsten als auchdem gemeinen werk mehr zuc gefahr und nachteil gereicht undkunftiglich je lenger je mehr gereichen mögten, dan das darausetwas guts ervolgt oder nochmahlen zu hoffen sei", tragen er undandere Wohlmeinende Bedenken mit B. umzugehen und vertraulichzu verhandeln, ehe man über obigen Verdacht und B. wirklichesGemüt und Meinung und darüber Gewissheit hat, ob die Dinge ausbösem Vorsatz oder aus Unwissenheit so verlaufen. Bittet seinen
Freimut nicht ungnädig aufzunehmen..... Hoffte lange, aber
vergeblich auf eine Gelegenheit mit J. C. oder dessen vertrautenDienern persönlich, auch in B. Gegenwart, darüber zu reden, wasvon B. geredet und besorgt wird.
Wiesbaden. Cop.
4. Memorial Johanns von Nassau für Kurfürst Juni.
Gebhard von Köln.
„Memorial und verzeichnus der pfuneten, so in der bewustenunderredung ungeverlich furgelaufen.
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