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Juni. j) as man die zeitung mit sondern freuden veinomen, gott dem
herren darfur hochlichen dank und nit zweifle, da man sich dergebur in die sache schicken, dieselbe mit ernst furuemen und diemittel, so man hiebevor gehapt und gott der herr noch teglichsahnbeutet und gewisslichen je lenger je mehr geben wird, rechtahnsiehet, bedenkt und gebrauchet, es werde dies werk, es scheinefür der vernunft gleich so hoch und schweer als es ummer wolle,vermittelst gottlicher gnaden einen gluckseligen vortgangk gewinnenund dasselb sowol insgemein als auch ins particulier zu vielemgutten gereichen und tienen.
Und ob sich wol die bekante persohn beschwert und viel zuschlecht und gering befunden, in einer solchen hochwichtigen weit-sehenden sachen für sich Selbsten allein und sonderlich in so ge-ringen [!] zeit ichtes zu raten, so hat sie doch uff vielfeltig un-nachlessigs ahnhalten des gutten freunds und mehr zu ahnzeigungihres geneigten willens und gemutts, dan das sie etwas nutzlichszu raten wisse, sich ungeverlich uff diese nachvolgende pfunctenerklert. Nemlich:
1) Das sie es darfur halte, das man nach vleissiger erwegungder sachen gelegenhait und umbstende entlich ein gewisse resolutionsoll nemen und in derselben nit allein uff das privatum, sondernfurnemlich uff die befurderung der ehren und reicbs gottes, ge-meiner wolfard und aller erbar- und billikait sehen.
2) Dweil die sach nit geringschetzig zu achten, das man dero-wegen soviel do mehr bei gott dem herrn, als von welchem alleinalles gutts heerkompt, und in dessen banden und macht alle dingstehen, durch das teglich gebett und vleissige betrachtung seineswerks und willens rat suchen, die sachen in seinem namen mitchristlicher bescheidenheit ahngreifen und darinnen gedrost undbestendig vortfaren und seinem allein gutten willen mit gedult ab-warten.
3) Das man den bewusten beiden heuptern') die von A.*) re-commendire, sie zu gutter uffsicht in diesen leuften treulich ver-mane, für trenung und allerhand vorstehenden practiken warne,sich der beschehener abfertigung und abgedrungener erklerunghalben entschuldige und seines gemutts gegen die religion wie auchderselben intents und furnemens erklere, mit ahngeheftem wünschenund erbieten, wie solches die fedder geben wird, und letzlicb der-
*) Bemerkung von der Hand des Gr. Hermann Adolf von Solms,chiffrirt, ohne Auflösung: „A. dy von Achen."