2 1582 1—2.
19. Mai. 3) Ernst von Baiern, Bruder Herzog Wilhelms, geb. 17. Dez. 1554,
B. von Freising 1567, von Hildeaheim 1573, von Lüttich 1581, Mitglieddes köln. Domkapitels seit April 1577. "Vgl. Lossen, köln Krieg I;deutsehe Biogr. VI, 280 ff. (Ennen); Stieve, Briefe und Akten IV.324 ff.
4) Bezieht sich auf das Attentat Jaureguy's. Oraniens zweite Ge-mahlin Charlotte von Bourbon starb am 5. Mai 1582.
5) Gebhard Truchsess von Waldburg, geb. 1547, seit 1567 imStrassburger und Augsburger, seit 1568 im Kölner Kapitel, Kf. von Kölnseit 1577. Vgl. Lossen, allg. deutsche Biogr. VIII, 457 ff. (mit Lite-raturnachweisen); köln. Krieg I; Briefe Joh. Cas. I. 326; 333; 383; 406;409; 413; 418. — Wann Gebhard zuerst sich mit dem Gedanken be-freundete, seinen Stand zu verändern, lässt sich nicht mit völliger Ge-nauigkeit angeben. Interessant hiefür ist eiue Aeusserung des MünstererDomdechanten Goddert von Raesfeld (Auszug eines Sehr, aus rtlünstervom 4. Dez. 1582, Ma. 130/1 f. 65): ,,Ista neque heri neque nudiustertiusconeeptavelfabricata sunt, inquit, sed ante biennium fere in lucemvenissent, siBremensis postulatio hie locum fuisset adepta."Demnach wären im Frühjahr 1580 (vgl. Lossen, köln. Krieg I, 688 ff.)die Bemühungen der protestantischen Freunde Gebhard für ihre Plänezu gewinnen bereits im vollen Gang gewesen. Vgl. unten 11. August;15. Nov. 1582; 16. Jan. 1583.
D'll ^' Jonann von Nassau an (Graf Hermann Adolf vonbürg.
Solms).
Auf dessen Sehr, aus Deutz vom 19. Freut sich, dass diebewussten Sachen sich ziemlich wohl anlassen; hofft, dass durchGottes Gnade die bekannten Leute zu rechter Erkenntniss undLiebe unserer wahren christlichen Religion und der allgemeinenWohlfahrt dermaleins auch kommen, wodurch Vertrauen und Bei-fall bei guten Leuten und Gottes Segen gewahrt würde. Wäre -derangedeutete Mann 1 ) hierher gekommen, so hätte es weniger Nach-denken, als wenn man sonst heimlich zusammen kommen sollte,und da der andern Grafen etliche hätten kommen können, bestän-digere Handlung gegeben. Würde sich gern hinunter verfügen,kann aber wegen eines Tags mit seinem Adel diese Woche nichtabkommen und wüsste (abgesehen von seinem Bau und von denWarnungen, dass auf seine Reisen scharf Acht gegeben werde)nicht, wie er obgedachten Mann insgeheim und ohne Verdachtsehen könnte. Bittet um Rat, wie vorsichtig hierin zu handeln;„und bedunkt mich, es wissen' schon mehr leute darvon als manvieleicht meinet." Am Sichersten könnte S. selbst oder durcheinen Vertrauten handeln; besteht aber S. auf seiner persönlichenBesprechung mit gedachtem Mann, so wünscht er wenigstens dieGegenwart von S. oder sonst einem vertrauten Freund, da ihn derWeilburgische Abschied sehr vor den Kopf gestossen und scheugemacht und er sich wohl viermal bedenken wird, ehe er von derGrafen oder anderer wegen etwas vertröstet. Schlägt Homburg,Altenkirchen, Mergenstadt das Kloster oder Andernach vor, fallses nicht hier sein soll. Stellt Ort und Zeit S. anheim und hofftS. auf dessen Reise nach Strassburg hierüber zu sprechen. 2 ) . . .
Wiesbaden, Dillcnburger Archiv (C. 420 f. 2). Cop.