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Deutsch oder Wälsch?
Entstehung
Seite
7
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Wonne des Maien.Wollt ihr ſchauen, was der MaienWie du dich verhaßt mir machest,Hehre Wunder hegt?Rother Rosenmund!Seht die Priester, seht die Laien,Schäm' dich, daß darob du lacheſt,Wie ſich Alles regt!Daß mein Herz ſo wund.Groß iſt Maigewalt,Ist das wohlgethan?Zaubermächtig ſeine Sonne;Weh der unglücksamen Stunde!Wenn er naht mit ſeiner Wonne,Soll von liebevollem MundeDann ist Niemand alt.Mir Unliebes nahn?Uns wird Alles wohlgelingen,Holde, ach! wie mich berücketWas verlangt der Mai:Deine Huldgestalt!Tanzen, springen, lachen, singenHier hast du ein Herz zerdrücket,Ohne Tölpelei:Du ſo ſtolz und kalt.Hei! wer wär nicht froh?Welcher Uebermuth!Seit die lieben Vöglein wiederDeine Güte wird geprieſen:Singen ihre schönsten Lieder,Doch wer sich so hart erwiesen,Thun wir grade so.Iſt fürwahr nicht gut.Heil dir Mai, wie du uns weidestO laß ab, mich so zu quälen,Mit dem alten Brauch,Lindre doch mein Leid!Wie du schön die Bäume kleidestLaß nicht alle Freude fehlenUnd die Haide auch!Mir in dieſer Zeit.Schmuck wohin ich seh!Da wir Alles fröhlich sehn,Ich bin länger als du KleineMöge mir von dir nur Eine,Also streiten an dem RaineWenn auch noch so winzig kleineBlumen mit dem Klee.Freude dann gescheh'n.Traumdeuterei.Als der Lenz gekommen warDa bedünkte mir zuhandUnd die Blumen wonneklarWie mir unterthan das Land,Durch das grüne Gras gedrungenWie mein Muth geborgenVon den Vögelein umsungen,Ueber allen Sorgen;Kam ich vorbei gegangenFühlte Leib und LebenAn einem heitern, langenFreiheitsluſt umweben.Gefilde, wo ein Bach entsprangGott allein iſt es bekannt,Der den Waldessaum entlangWie so schnell das Leid verschwand!Lief im Nachtigallensang.Schönern Traum ich nimmer fand.Im Gefilde ſtand ein Baum,Gerne schlief ich länger da,Wo ich träumte schönen Traum.Als ihr unglücksel'gesKrahDem Gluthenſtrahl der SonnenEine ſchwarze Kräh begonnen,War ich beim Quell entronnen,Die mich weckt aus süßen Wonnen;Unter dem Dach der LindenMöge darum allen KrähenKühlen Schatten zu finden:Was ich da gewünscht, geschehen,Bei dem Bach ich niederſaß,Als ich von dem Schrei erſchrak;Aller Sorgen ich vergaßWahrlich war's ihr letzter Tag,Und entschlief im weichen Gras.[Wenn ein Stein zur Hand mir lag!Doch ein Weiblein wunderaltTröstet mich darüber bald:Auf mein ernſtlich FragenLieß ich ſie wahrſagen,Was mein Traum bedeute.Hört es, liebe Leute:Zwei undner das sind drei;Ferner ſagte ſie dabei,Daß meinDaum ein Finger sei.