340des Aufenthalts in England, und die P. P. Benedictiner boten Allesauf, um den Bruder ihres jungen Abtes würdig zu ehren. Nach denAufzeichnungen des P. Packenins hat es aber auch hier nicht an Fest-lichkeiten gefehlt, und Ausflüge nach Honfleur und nach Havre unter-brachen den Aufenthalt in angenehmer Abwechselung. Das nächsteReiseziel war Rouen, wo der Prinz sein Absteigequartier im Jesuiten-Collegium nahm.Schon vor Antritt der Reise hatte Philipp Wilhelm in einemSchreiben an den P. Oliva in Rom, Praepositus generalis desJesuiten=Ordens in Rom, den Sohn der Fürsorge des Ordens em-pfohlen und denselben gebeten, die Aufnahme des Prinzen überall, woJesuiten=Collegien wären, zu veranlassen. Bereitwillig war P. Olivaauf diesen Wunsch eingegangen, der dem Orden nicht wenig schmeichelte,eingedenk der Wohlthaten, welche der Orden dem Großvater WolfgangWilhelm verdankte. So finden wir denn auch die Reisenden allerOrten von den Jesuiten=Collegien festlich begrüßt und bewirthet. InRouen wurde in dem herrlichen Garten des Collegiums ein großes Festin Scene gesetzt, wobei in einem feierlichen Redeact das Lob des Prinzenin sieben Sprachen verkündet wurde. Ueber Chartres ging dann dieReise nach Orleans, wo ebenfalls im Jesuiten=Collegium große Fest-lichkeiten arrangirt waren. Ein hier einlaufender Brief des Königsan den Prinzen, worin Ludwig XIV. denselben als mon cher cousinanredet und ihn seiner fortdauernden Freundschaft versichert, erregte diegrößte Freude.Von Orleans wendeten die Reisenden sich wieder westlich nach derBretagne, besuchten Rennes und Nantes und gingen dann durch dieVendee über Rochefort und Blaye nach Bordeaux und von dort, nachkurzem Aufenthalte, theils zu Wasser auf der Garonne, theils zu Lande,nach Toulouse. Die Schönheit des Landes und besonders auch dieVortrefflichkeit der Weine geben dem Reisebeschreiber Anlaß zu manchembewundernden Ausruf. Ueber Narbonne, Nismes und Arles gelangtendie Reisenden nach Marseille, wo die maritimen Einrichtungen denPrinzen lebhaft interessirten. Von dort ging es Rhone aufwärts nachAvignon und Lyon. Ueberall war der Prinz festlich empfangen undgefeiert worden. In den Festungen hatte er die Parole geben müssen,was nur dem Höchstcommandirenden zusteht. Mehr als Alle hattenihn jedoch die Jesuiten in ihren Collegien gefeiert, um durch irgendeine großartige Schaustellung ihm ihre Ergebenheit auszudrücken.In Grenoble endlich trennte sich die Reisegesellschaft. Der Prinzan der Spitze der ihm zunächststehenden Gefährten, schlug den Weg
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Die Jugendjahre Johann Wilhelms, Pfalzgrafen zu Neuburg und Herzogs zu Jülich und Berg
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