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Die Jugendjahre Johann Wilhelms, Pfalzgrafen zu Neuburg und Herzogs zu Jülich und Berg
Entstehung
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..H.W....87X.Die Jugendjahre Johann Wilhelms,Pfalzgrafen zu Neuburg und Herzogszu Jülich und Berg.Von E. v. Schaumburg, Oberst a. D. in Düsseldorf.Wohl selten sind der Charakter und die Regierung eines Fürstenund Landesherrn einer so verschiedenartigen, geradezu sich widersprechendenBeurtheilung unterzogen worden, als der Charakter und die RegierungJohann Wilhelms von Pfalz=Neuburg, Herzogs von Jülichund Berg und später Kurfürsten von der Pfalz. Während gleichzeitigeund kurz nachher erschienene Schriften von den größten Lobeserhebungenbis zum Uebermaß angefüllt sind, während wir ihn in der Inschriftan seinem Sarge im Mausoleum der Andreaskirche als GermaniciImperii vindex fortissimus und als Princeps vere optimus, qui omniumamorem, venerationem, lacrymas jure meritus u. s. w. bezeichnet finden,während selbst die in neuerer Zeit erst verfaßte Inschrift an demReiterstandbilde auf dem Markte ihn, im Anklange an jene früherenBezeichnungen, Princeps optime meritus nennt, haben andere Stimmennichts weniger als sein Lob gesungen und seine Verdienste weder umdas heilige Römische Reich deutscher Nation noch um sein Herzog-thum und Kurfürstenthum anerkennen wollen. Jetzt, wo die früher mitsieben Siegeln verschlossenen Archive allmählich sich öffnen, wo mehr undmehr die Einsicht in die gleichzeitigen Original=Akten gestattet und viel-fach benutzt wird, treten der Charakter und die RegierungshandlungenJohann Wilhelms offener zu Tage, und es gelingt durch sorgfältigePrüfung und Sichtung des vorliegenden Materials ein Urtheil zufinden, welches allerdings in Bezug auf diejenigen Ansichten, die manheute von einem vortrefflichen, um das Wohl seiner Unterthanen wohlverdienten Regenten hat, sehr viel zu wünschen übrig läßt.

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