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Die Jugendjahre Johann Wilhelms, Pfalzgrafen zu Neuburg und Herzogs zu Jülich und Berg
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339ans Land, wo der Prinz die ihm vom Könige angewiesene glänzendausgestattete Wohnung bezog. Karl II. hatte es nicht vergessen, daßer einst, als er in Folge der Revolution von 1648, welche seinen Vaterauf das Blutgerüst geführt, mit seinem jüngeren Bruder, dem Herzovon York, als Flüchtling umher irrte, am Hofe zu Düsseldorf gastlicheAufnahme gefunden.Der Englische Hof bewegte sich ebenso wie der Französische imraffinirtesten Luxus, und in London so wie in Paris verdrängte einFest das andere. In diesen Strudel wurde Johann Wilhelm mit hin-eingerissen und ergab sich demselben mit der ganzen Lust der Jugend.Sein Vetter, Prinz Robert von der Pfalz, der an dem verwandten Hofesich aufhielt, die Herzoge von York, von Monmouth, Ormond, Norfolk,Arlington und andere Große, bemühten sich, ihm das Leben so ange-nehm als möglich zu machen. Die Pracht der Feste in den Pallästenund den Parks überstieg fast noch den Luxus des Pariser Hofes. DenVergnügungen der Jagd, dem aufregenden Schauspiel der Thierkämpfefolgte der junge Prinz mit Leidenschaft in Gesellschaft des Königs unddes ganzen Hofes. Ein großes Fest, welches die Königin ihrem Ge-mahl an dessen Geburtstage veranstaltet hatte, übertraf Alles, wasbisher dagewesen war. Aber Johann Wilhelm versäumte es nichtunter diesen Zerstreuungen durch großartige Feste, auch den Merkwür-digkeiten und Kunstschätzen Londons seine Aufmerksamkeit zu schenken,wobei ihm besonders Guildhall imponirte. Am 10. Juni wurde einAusflug nach Windsor gemacht und dann Oxford besucht, dessen be-rühmte Universität dem jungen Prinzen mit Verleihung des Doctor-Hutes die höchsten academischen Ehren erzeigte und ihn mit einemweitschweifigen lateinischen Panegyricus begrüßte.Nachdem Johann Wilhelm in London noch einer Sitzung desParlaments beigewohnt und dann seinerseits dem Könige und dem Hofeein glänzendes Fest gegeben hatte, nahm er Abschied. Karl II. beschenkteihn mit einem kostbaren Brillantringe und die Königin mit der ganzenköniglichen Familie entließen ihn mit den besten Wünschen. In einemköniglichen Wagen reiste er am 3. Juli von London ab über Rochesterund Canterbury nach Dover, wo abermals eine königliche Pacht bereitlag, um ihn und sein Gefolge hinüberzuführen nach Dieppe.Von Dieppe begab sich der Prinz sogleich nach Fecamp, dem heuteso bekannten Seebade, damals einer stillen Abtei, wo eben sein 15jährigerBruder Ludwig Anton von seinem königlichen Pathen, Ludwig XIV.die einträgliche Pfründe als Abt zur Dotation erhalten hatte. Hiersollte einige Tage ausgeruht werden von den anstrengenden Strapazen