338gen Dauphin ritt er auf die Hasenhetze und Parforcejagd. Die Großendes Hofes kamen dem jungen Prinzen überall mit der größten Zuvor-kommenheit entgegen; Prinz Condé, der Marschall von Grammont,der Herzog von Villeroy, der Cardinal von Bouillon, der gewaltigefür Deutschland so gefährliche Kriegsminister Louvois, dem er nochspeciell vom Vater empfohlen war, Alle bewiesen ihm große Ehre,kurz! das Leben in Paris und auf den Schlössern der Großen scheintihm außerordentlich zugesagt zu haben. In wie weit bei diesem fröh-lichen Festleben am Hofe die von dem frommen Vater vorgeschriebeneErziehungs=Instruction aufrecht erhalten worden sei, davon schweigtder Reisebeschreiber. Die Sitten des damaligen Pariser Hofes warenaber, trotz aller Verhüllung durch äußeren Luxus, nicht viel besser alsmehrere Jahre später, von denen die Herzogin von Orleans schreibt„Alles was man in der Bibel liest, wie es vor der Sündfluth und inSodom und Gomorrha zugegangen, kommt dem Pariser Leben nicht bEndlich war der Tag der Abreise gekommen. Philipp Christophvon Nesselrode traf von Düsseldorf in Paris ein, mit dem Auftragedes Herzogs, den Prinzen von dort nach England zu führen. Audem Wege von Paris nach Calais war in allen Städten auf Befehldes Königs festlicher Empfang vorbereitet. Von den Wällen von Calaisdonnerten die Geschütze dem Prinzen ihren Festesgruß entgegen, undder Gouverneur, Herzog von Charron, harrte des Ankommenden ander äußersten Grenze des Festungsrayons und begleitete ihn durch diegeschmückten Straßen zum Hafen, wo die vom Könige von Englandhinübergeschickte prachtvolle Vacht zu seiner Aufnahme bereit lag.Auch an den König Karl II. von England hatte Philipp Wilhelmunter dem 22. Januar 1675 geschrieben und ihm den Sohn dringendempfohlen. In dem Briefe heißt es u. A.: „Cette affection généreusedont V. M. et ses glorieux ancètres ont toujours daigné ma maisonet dont Elle me donne en particulier incessement des preuves, mepromêt, qu'Elle recevra bénignement mon fils, et comme il n'a pointd'autre vue, que de profiter de l'exemple de Vos vertus Royales pouren suivre les traces glorieuses le reste de sa vie, V. M. ne peutqu’approuver sa belle ambition et l’appuyer de Sa bienveillancece sera à lui de tâcher de s'en rendre digne“ &c. GleichzeitigeSchreiben an die Lords Arlington, Coventry, Williamson, an denHerzog von Ormond 2c. waren nicht minder geeignet, dem Prinzeneine günstige Aufnahme in London zu bereiten.Die Ueberfahrt von Calais nach der Themsemündung verlief raschund glücklich. Den 21. Mai 1675 stiegen die Reisenden in London
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Die Jugendjahre Johann Wilhelms, Pfalzgrafen zu Neuburg und Herzogs zu Jülich und Berg
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