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Die Jugendjahre Johann Wilhelms, Pfalzgrafen zu Neuburg und Herzogs zu Jülich und Berg
Entstehung
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332Stände wurden Summen im Betrage von 9000 Thlr. bewilligt, vondenen jedoch im Februar 1675 noch mehr als 2000 Thlr. rückständi-waren. Ueberhaupt geht aus den Correspondenzen mit dem JülichschenPfenningsmeister Heinsberg und dem Bergischen Pfenningsmeister Eskenhervor, mit welchen Schwierigkeiten die Reisegelder aufzubringen warenund der Bürgermeister und Kaufmann vom Hövel in Köln, durch dessenHände die Accreditirung des Erbprinzlichen Reisezuges in den verschie-denen Hauptstädten lief, hatte große Last, die vorschußweise angewiesenenund gezahlten Summen zurückzuerhalten.Nachdem diese Geldfrage erledigt war, bestimmte Philipp Wilhelmdas Gefolge seines Sohnes. Als Führer sollte der bisherige Gouverneurdes Prinzen fungiren, Freiherr Hermann von Wachtendonk, MalteserRitter und Gubernator von Ravenstein, ein Mann, der schon zu vielenMissionen verwendet worden und an den meisten auswärtigen Höfenwohlbekannt war. Der Freiherr, Heinrich Theobald von Golstein, eben-falls schon zu mehreren Legationen verwendet, der Oberst Freiherr vonVeldbrück, später Statthalter von Berg, ferner Wenzel von Roßwurmund Graf Johann Arnold von Schellaerd waren demselben als Stützenbeigeordnet. Als Begleiter wurden die mit dem jungen Prinzen erzogenenEdelleute Marquard Ignatz von Egloff, Johann Arnold von Leraedt,Philipp Wilhelm von Zweiffel und Philipp Werner von Hompesch bestimmtAus dem Jesuiten=Collegium zu Trier wurde der Pater JohannesPackenius verschrieben, um als Seelsorger zu wirken, und der LeibarztFranz Preyß zu Neuburg wurde mit der Gesundheitspflege betraut. Fürdie Secretariats= und namentlich auch für die Finanz=Angelegenheitensollte der Neuburgische Hofrath Ferdinand von Yrsch sorgen. AdamGlevelius und Hermann Maaßals Leibbalbirer hatten den Kammer-dienst, und das Gefolge der Dienerschaft, von denen Christoph Brück-mann, Johann Steinbauer, Hermann Krey, Bernhard Mokel, HeinrichDaniels, Adam Singelheimer, Christoph Büchlers und Johann Rozartnamhaft gemacht sind, war mit besonderer Auswahl ausgesucht!).1) Wir verdanken diese Specialitäten dem obengenannten geistlichen RathP. Packenius, welcher unter dem Titel:Hercules Prodicius postSaeculum redivivus die ganze Reise in einem höchst schwülstigen Latein,wahrscheinlichad usum delphini beschrieben hat. Den Titel hatte erdem Pighius nachgebildet, welcher hundert Jahre früher die Reise desdamaligen Jungherzogs Karl Friedrich, des ältesten, leider auf der Reise1575 in Rom erkrankten und gestorbenen Sohnes des Herzogs Wilhelmvon Jülich, ausführlich beschrieben hatte. Die angeführten Schreiben sinddem Düsseldorfer Staats=Archiv entnommen.