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fistulam et retro habentes vesicam alligatam quae compressa flatumemittit in fistulam ita quod barbatus fistulare videretur." d )
Solche an sieh so einfache, aber schon von den Schülern desAlbertus angestaunten und vom Volke damals bewunderten Experimentegaben auf Grund der Aussage U. Engelberts: „in magicis expertus"später der Sagenbilduug ihren Stoff. Albertus soll einen Automatenoder Androides angefertigt haben, d. h. eine menschliche Figur, diegehen und reden konnte. Sein Schüler Thomas von Aquin, der einstdie Zelle des Lehrers in seiner Abwesenheit betreten und von derFigur mit Salve dreimal begrüsst wurde, soll die Figur, die er fürden Satan selbst hielt, der sein Spiel mit ihm treibe, vermittelst einesStockes zerschlagen haben. In demselben Moment sei Albertus zuseiner Zelle zurückgekehrt und habe den Thomas mit den Wortenangefahren: fili mi opus triginta annorum fregisti. 2 ) Im dreizehntenund vierzehnten Jahrhundert findet sich diese Sage noch nicht, sietaucht erst später auf und wird in verschiedener Fassung weiter aus-gemalt. Die Fassung, dass Albertus einen Kopf angefertigt habe,der ihm über die verborgenen Dinge sichere Auskunft gegeben oderdie Zukunft vorausgesagt habe, führt auf Gerbert zurück, von demdies später die Sage berichtet. Eine andere Fassung, dass derAndroides vor die Zelle des Thomas getreten und von diesem mitdem codex des Petrus Lombardus, in dem er gerade gelesen, zer-trümmert worden sei, soll offenbar den Gedanken ausdrücken, dassdie dem Albertus so gefährlich gewordene Philosophie und Natur-forschung von seinem Schüler Thomas verlassen worden sei unddieser mit dem Lombardus nur die kirchliche Lehre vertheidigt habe.Man konnte sich daran erinnern, dass Thomas von Aquin in seinerSchrift: contra gentiles, solche durch magische Kunst verfertigteStatuen eifrig bekämpft hatte.
Eine andere Sage von der Zauberkunst des Albertus taucht früher,schon in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, auf: Dass derselbeim Jahre 1249 am Epiphanienfeste den kurz zuvor zu Aachen gekröntenKönig Wilhelm von Holland bei seinem Besuch im Kloster mit einemprächtigen Gastmal bewirthet und den damals sehr harten Winterin einen herrlichen Blüthenfrühling und früchtetragenden Sommerverwandelt habe. Dann sei nach beendigtem Male der Zaubergarten
•) Politicorum lib. VIII cap. 5 ed Jamtny Tom. IV.2 ) Scriptores ordinis praedieat. ed. Quetif, p. 171.