2.
Inhalts -Verzeichniss. geite
Erste Abtheilung: Melanthons Bacoalaureatsthesen...... 1
Melanthons Gesetze für die Studirenden zu Wittenberg. ... 7Briefe von Melantbon, Reuchlin, Erasmus, Crotus, Staupitz und
andern Zeitgenossen............... 11
Zweite Abtheilung: Mittheilungen über Kölnische Gelehrte und
Studien im 13. und 16. Jahrhundert......... 103
Albert der Grosse und seine Stellung zur Wissenschaft seiner Zeit 105
Peter Mosellans Studium zu Köln in den Jahren 1512 bis 1514 118
Briefe des Cäsarius, Buschius, Mosellan u. s. w....... 127
Excurs A. Erläuterungen in Bezug auf das Studium Mosellans . . 174
Excurs B. Die reform. Schriften d. Grafen Wilhelm v. Isenburg 1525—1529 201
3.
Zusätze.
Zu Seite 122 u. 197. Die Annahme, das» Richard CroouB schon im Jahre1514 in Leipzig gelehrt habe, stützt sich hauptsächlich auf das in demBriefe des Erasmus (epp. I, 136) enthaltene Datum v. 5. Juni 1514.Dieses Datum ist aber unrichtig, denn der Brief ist vom Jahre 1516,wesshalb die obige Annahme jedenfalls zweifelhaft ■wird.
Zu Seite 122. lieber seine Wirksamkeit zu Köln spricht sich Crocus in seinerRede: ehcomium academiaeLipsiensis inBoehmii de litteraturaLipsiensi.Lips. 1779, S. 193, folgendermassen aus: „Coloniae (seil, mihi) con-cessum, vbivis scholarum occlusa etiam, nisi mercedem porrigentibus,ianua, praelegere." Es geht aus dieser Stelle hervor, dass CrocusPrivatvorlesungen für Bezahlung hielt.
Zu S. 137. Auch in Bezug der Abschiedsrede des Aesticampian zu Leipzigvom Jahre 1511 hat sich die betreffende academische Ankündigungerhalten bei Fiedler in der Dissertation: De Joanne Rhagio Aesticam-piano 1703. 4, aus einem Ms. des E. S. Cyprian: „Joannes Aesticam-pianus hinc emigraturus pro more suo universis huius Gymnasiimagistratibus et subiectis supremum vale dicit. Dignentur itaque hucadesse euneti, qvi non tarn hominem (Poeta euim est), quam veritatem,quae Dous est, et amant, et venerantur." Leider können wir die Redeselbst — ein merkwürdiges Actenstück des Humanismus — hier nichtmehr mittheilen. Eine lebhafte Schilderung der anregenden Lehr-thätigkeit des Aesticampianus zu Freiburg (im Breisgau) findet sichin dem Briefe seines Schülers Urbanus Regius von Ostern 1518 beiWillisch arcana bibliothecac Annaebergensis. Lips. 1730. S. 110 f.Ausserdem ist zu den Universitäten, an welchen Aesticampian lehrendauftrat, auch Mainz zuzählen. Vergl. Zasius an Thomas Wolph. (Zasiiepp.ed. Riegger. p. 390), vom Jahre 1506, in welchem Schreiben Aesticampianzu den illustratoribus academiae Moguntinae primariis gezählt wird.