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Ut oler Welt : Volksmärchen, Sagen, Volkslieder u. Reime
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Das Höwif geht im Bückeburger Walde um. Es läßt sich mit dem Ruf:Ho! Ho! immer hören, wenn anderes Wetter eintritt. Es soll ein Mädchensein, das ihre beiden Zwillingskinder umgebracht hat und zur Strafe jetztzwei kleine Wölfe säugen muß. Einer, der zur Abendzeit durch den Waldgegangen ist, hat sie da so gesehen.

48.

Allerlei alter Glaube:

Gegen blaue Milch hilft es, wenn man eine Mistgabel glühend machtund sie in die frischgemolkene Milch hineinsteckt.

Wenn man einen Schatz graben will, muß man Pflöcke in die Erdestecken und sie mit Fäden von ungekochtem und ungebleichtem Garn umziehen.

Wenn die Schweine behext sind, werden sie dreimal rückwärts durchein Stück ungekochtes Garn gezogen.

Wenn einer bestohlen ist, so muß er des Nachts zwischen zwölf undeins im bloßen Hemde vor die Kirchthüre gehen und es durch das Schlüssel-loch dem Todtenreiche klagen, dann wird ihm der Dieb genannt.

Wenn man viel Butter haben will, so muß man einen Stiel von Kreuz-dornholz in das Butterfaß nehmen.Auch ist Kreuzdornholz gegen Hexen gut.

Wenn ein Mädchen ihren künftigen Geliebten sehen will, so muß siein der Christnacht einen Eimer mit Wasser in die Stube stellen, einen Stuhldabei und darüber ein Handtuch hängen. Sie selbst muß sich nackend unterden Tisch setzen. Dann kommt der Geliebte, wäscht sich aus dem Eimerund trocknet sich an dem Handtuch. Eine Magd thut das; da kommt der Haus-herr, dessen Frau noch lebt. Das Mädchen schämt sich sehr, aber es vergehtkein Jahr, so stirbt die Frau und der Mann heirathet die Magd.

Wenn ein Mädchen in der Christnacht rückwärts stillschweigend zumBrunnen geht, rückwärts einen Eimer Wasser heraufzieht, rückwärts einenWagen aus dem Hause schiebt, so hilft ihr der zukünftige Geliebte anfassen.

Am Matthiasabend (24. Februar) werden zwei Walnußschalen mit Olgefüllt, Dochte hineingelegt und diese angezündet. Dann setzt man die

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