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Ut oler Welt : Volksmärchen, Sagen, Volkslieder u. Reime
Entstehung
Seite
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B

I. VOLKSMÄRCHEN.

i. De häister im de willen duben.

i Fürst Erenst siner tit, ans dat swin Dirk häite un de käo Barteid, dokönne de häister dat beste näist bäon. Do käimen de willen duben naöne hen un säen: »Nawer, will ji nich säo gäot wäsen un usch ) dat oklehren wo ji dat maoket?« »Jao, säe de häister, worümme dat nich; awerstwat giäwe ji mi? »Die bunte kuh, die bunte kuh, die bunte kuh!« säen dewillen duben. Den häister was dat recht, un häi flog mee. Ans hai nu deersten sprikker te höp elegt harre, do menen de willen duben, säi können datnu 6k all sülbenst un säen: »Nawer, gaet nu man weer hen, wi willt et nuwoll sülbenst fertig maoken.« De häister läit sik dat nich twäimaol seggen,namm sine bunte käo un flog weg. - Do nu de willen duben awerst sülbensttäo bäon anföngen, do käimen se man jümmer säo wit, ans de häister et saiewiset harre. Do föngen se an täo schräin*) un räipen: »Die bunte kuh,die bunte kuh, die bunte kuh!« un menen, de häister schölle*) de bunte kaoweer herut giäwen; awerst de häister was mit der käo wäge un blew wage.Darümme küent de willen duben 6k vandage noch näin ornthket naist baonun räopet noch jümmer: »Die bunte kuh, die bunte kuh, die bunte kuh!« betup düssen dag. Un däi mi düsse geschiente») verteilt hat, mit dane hebbe eksülbenst ekört.

2. Die schwarze Prinzessin.

Es war einmal ein König und eine Königin, die kriegten gar keine Kinder.Da sagte die Königin: »Ich wollte, ich kriegte ein Kind und wenn es aucnvom Teufel wäre.« Nicht lange darnach ward die Königin schwanger und

*) In allen plattdeutschen Stücken ist seh mit westfälischer Aussprache = s-ch oder s-kzu sprechen. W. B.