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Ut oler Welt : Volksmärchen, Sagen, Volkslieder u. Reime
Entstehung
Seite
130
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»Ach du schöne, ach du schöne Florentine!Du bist ewig und ewig verloren!«Da sahen die Leute wohl klar, daß es der Teufel gewesen war, der dieschöne Florentine geholt hatte.

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Eine Frau, die von Münchehagen nach der Horst ging, fand im Brucheeinen kupfernen Kessel. Nachdem sie sich nach allen Seiten umgesehen hatte,nahm sie den Kessel mit. Am andern Morgen kriegte sie ihn aufs Feuer undheizte tüchtig unter, um für die Schweine was zu kochen. Sie ging ebenmal hinaus, und als sie wieder kam, saß da der alte verstorbene Feldscherauf dem Kessel, mit weißer Zipfelmütze, im Schlafrock und rauchte ganz ge-müthlich seine lange thönerne Pfeife. Die Frau aber hat einen schönenSchrecken cr e kriegt, und nur mit großer Noth haben die Leute den Kerlwieder aus dem Hause und in seinem Kessel wieder in das Bruch bringenund bannen können. —

Der alte Feldscher soll aus Wiedensahl gewesen sein; er spukte nochlange nach seinem Tode und wurde auf einem Wagen in das Brach gefahren,nachdem man ihn in den Kessel gebannt hatte. Da, wo der Wagen durch eineHecke fuhr, wächst auch heute noch nichts Grünes.

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Ein Bauer sieht eines Tages eine dicke Ütsche. Da spricht er: »No!wenn du ein Kind kriegst, so will ich Gevatter stehen.« Nach einiger Zeitkommt ein Zwerg und ladet ihn zur Kindtaufe ein. Der Bauer geht hin, undals er wieder nach Hause will, geben ihm die Zwerge eine Tasche voll Hobel-späne, die werden nachher zu lauter Silber.

Der Bauer hat versprechen müssen, wieder zu kommen, wenn das Kindein Jahr alt ist. Das Jahr darauf geht er hin und nimmt als Geschenk einenHimten Weizen mit. Der kleine Junge ist ganz kregel und kann schon laufen.Die Zwerge nehmen den Bauer freundlich auf, und als er wieder weggeht,geben sie ihm die Taschen voll Pferdemist; das kleine Pathchen steigt ihmin die Taschen und trampelt den Mist ordentlich fest, daß recht viel hineingeht. Als der Bauer zu Hause ankommt, sind aus den Pferdekötteln lautergoldene Dukaten geworden.

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Eine Wöchnerin ist auf Äpfel lüstern. Der Mann schleicht sich beiNacht in den Garten des Pastors und steigt auf einen Apfelbaum. Der Pastor

*) Vergl. Volksmärchen Nr. 13.'3»