Schlosse. Dort setzte er sich wieder auf den großen Stein bis die Glockezwölf schlug, ging dann in das Schloß, fand das Schwert und hieb damit denRiesen und den wilden Thieren, die das Schloß bewachten, die Köpfe ab. Daertönte auf einmal die schönste Musik und entstand ein Gewühl fröhlicherMenschen, die huldigten dem Soldaten als ihrem König. Der Soldat aber hieltbald darnach Hochzeit mit seiner schönen Prinzessin.
33. Der Bettler aus dem Paradies.
Et was äis ne fräo der störv ör mann, un anse däi en jähr dote was,fräie de fräoe weer; säi harr et 'r awerst nich ten besten mee drapen. Demann stund den ganzen dag un schult, un wenn de fräoe äis wat nich rechemaoket harre, säo sä häi jümmer: »du gösekopp, du gosekopp!« Ör seligemann harr awerst Martin ehäiten. »Och gott, dachte do de fräoe, wenn dochmin selige Martin noch liäwe, wenn doch min selige Martin noch liäwe!«
Do kam äis täo der fräoen, anse ör mann jüst nich inne was, en ölenbädeler un bidde um en almosen, un de fräoe frage ohne, »wo häi denn härwörer« »Eck bin ut Paris«, säe de bädeler. »Och, gott«, säe de fräoe, »wennji ut'n Paradise sind, säo kenne ji dar ok wol minen seligen Martin.« »Jao!«säe de bädeler, »dar sind awerst viäle Martins; dar is en lütken Martin, enlangen Martin, en dünnen Martin, en dicken Martin.« »De dicke«, säe defräoe, »däi is et. Nanu segget mi äis, wo geit et ohne denn dar?« »Och«,säe de bädeler, »dene geit et ganz bedreuwet, sin tüg is klaterig un geld hathäi ok nich mehr un mot snurren gaen anse ek ok.« Do wörd de fräoeganz bedreuwet, dat et Öhren Martin in jönner weit säo power gung, unfrage den bädeler, of häi denn wol bolle weer mit öhren Martin te hopekäime. »Eck denke«, säe de bädeler, »dat eck'en ünner en paar dagen weertäo säin kriege.« »Will ji denn wol säo gäot wäsen«, säe de fräoe, »un niämenohne etwas geld un tüg mee? Eck will jük jo geren dervär betalen, denneck will nich, dat ji et fimme süss däoet.« »Gott ja, worümme dat nich«,säe de bädeler, »jäoe Martin is min beste fründ, un wenn ji wat an ohnetäo bestellen hebbet, säo giäwet man her, eck will et jo geren ümme süss meeniämen.« Do gung de fräoe vär öhren kuffer un kreg en büel vull geld herut,un ut'n schappe hale se öhren seligen Martin sin sönndagestüg, dat gaf säialles den bädeler hen un gaf'n ok noch geld awerher vär sine gefälligkeit.»Och«, säe de bädeler, »dat wöre jo nich nödig ewesen; awerst et is manjüst van wegen der stüer, däi eck vär dat tüg betalen mot, wenn eck dar babenweer awer de grenze ktiome.« Anse de bädeler nu weggung, bestelle defräoe noch viäle grüsse an öhren läiwen seligen Martin. »Wäset man ohnesorgen, eck will wol alles richtig bestellen,« säe de bädeler un make, dat häiwegkam, un freie sick, dat häi säo lichtfarig an geld un tüg ekuomen was.
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