Mond und den goldenen Stern in seinen Händen, sie dem Meister zu zeigen,der den Gesellen ob seiner Kunst höchlich loben mußte. »Nun will ich auchselber damit zum Könige, daß ich sehe, ob er noch etwas daran zu ändernhabe«, sprach Muschetier, zog sich sauber an und ging auf des Königs Schloß.Als er nun vor den König gelassen wurde, so waren des Königs drei Töchterauch da, denen überreichte er die goldene Sonne, den goldenen Mond undden goldenen Stern, und als sie die drei Dinge und den Mann, der sie brachte,genauer ansahen, erkannten sie ihn, waren voller Freuden und sprachen zuihrem Vater, dem Könige: »Lieber Vater, wir können nun und nimmermehrverschweigen, daß dies der Mann ist, der uns aus der Gefangenschaft derRiesen erlöst hat; die andern zwei aber haben mit Unrecht Dank und Lohndafür genommen.« Da ließ der König Grenadier und Pumpedier vor sichfordern, schalt sie tüchtig aus und befahl, ihnen ihr Geld wieder abzunehmenund sie darnach in den festen Thurm zu werfen. Muschetier aber wurde einangesehener Herr an des Königs Hofe und hundert Jahre alt. (Das ist aberin alten Zeiten gewesen, wo die Jahre noch kürzer waren als jetzt.)
16. Der dumme Hans.
Es ist einmal ein Junge gewesen, der war ein rechter dummer Hans,aber sonst ganz ordentlich und fleißig. Den schickte eines Tages seine Mutterin das nächste Dorf, wo seine Base gerade Hochzeit hielt, und sagte, als erWe gging, zu ihm: »Hans, mein Junge,« hat sie gesagt, »nun mach dich nurre cht lustig auf der Hochzeit, komm aber nicht zu spät wieder heim.« »Seid°hne Sorge, Mutter,« sprach Hans, »ich will lustig sein, daß es eine Art habenS °U,« nahm seinen Hut und ging die Straße hin dem Dorfe zu. Als er aberv °r seiner Base Haus kam, war darin eine Brunst entstanden und schlug diehelle Lohe schon zum Dache heraus, so daß die Hochzeitsgäste hin und herrannten vor Schrecken und in großer Verwirrung. Da lief Hans eilig herzu,schwang lustig seinen Hut und schrie in einem fort: »Ju! Hochzeit 1« Dasverdroß aber die Leute sehr; darum riefen sie: »Stopft doch dem Narren dasMaul; er will uns hier wohl noch gar zum besten haben.« Es waren auchgleich einige handfeste Männer bereit, die faßten Hans am Kragen und prügelten! hn, daß er schreiend aus dem Dorfe lief, auch nicht eher wieder zu laufenaufhörte, bis er bei seiner Mutter war. »Schon wieder da, Hans?« hat dieMutter gesagt. »Hat's dir auf der Hochzeit nicht gefallen?« »Ach ja, Mutter,das schon,« sagte Hans; »aber als ich hinkam, da brannte meiner Base Haus,Un d da habe ich in einem fort geschrien: ju! Hochzeit! ju! Hochzeit! undda haben mich die Leute geprügelt und da bin ich weggelaufen«. »Das war£ lc ht recht, Hans,« sagte die Mutter; »da hättest du rufen müssen: He, Feuer,Feuer! Wasser her! Wasser her!« »Gut Mutter,« sprach Hans, »wenn's wieder
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