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Ut oler Welt : Volksmärchen, Sagen, Volkslieder u. Reime
Entstehung
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bestehen, entsagten darum der warmen Löffelkost, füllten die Ranzen wiedermit trockener Ware und zogen weiter in den dichten Wald hinein.

Acht Tage mußten sie wandern, da kamen sie endlich an das Felsloch,welches in die unterirdische Höhle der Riesen führte. Weil nun Grenadierund Pumpedier gänzlich der Muth entsank, so daß sie lieber umkehren, alsHals und Leben wagen wollten, so unternahm es Muschetier allein, in dasdunkle Loch hinabzusteigen. Es ging nur ein Seil hinunter, daran ließ ersich hinab, nachdem ihm seine Gefährten hatten schwören müssen, daß sieihn wieder aufziehen wollten, wenn er unten das Zeichen geben würde. Zuerstkam er in den großen Saal; an der Wand hing das Schwert, auf dem Tischestand die Flasche mit Wein und daneben lag der Brief; darin stand geschrieben:»Wer von dem Weine dreimal trinkt, der kann das Schwertbewegen wie er will.«Als Muschetier das gelesen hatte, trank er den Wein, holte das Schwertvon der Wand und öffnete leise die Thür, die in das Gemach des erstenRiesen mit der goldenen Sonne ging. Es war gerade in der Mittagszeit, undder Riese, vom Essen müde geworden, hatte seinen Kopf in der PrinzessinSchooß gelegt und ließ sich von ihr lausen, wie er das immer nach dem Essenz u thun pflegte. Durch das behagliche Krauen war er aber fest eingeschlafen,so daß er tüchtig schnarchte. Wie das Muschetier bemerkte, gab er derKönigstochter ein Zeichen, den Kopf des Riesen leise niederzulegen, holteWeit aus mit dem Schwerte und — klatsch I — mit einem Hiebe flog derKopf vom Rumpfe, daß er weithin auf den Boden rollte; aus dem Halse sprangein schwarzer dicker Blutstrahl, der Riese zappelte noch ein wenig mit Händenu nd Füßen, dann war er still und todt. Mit dem wären wir also fertig!

Nun ging Muschetier in das Zimmer des zweiten Riesen mit dem gol-denen Monde, der war auch eingeschlafen, hatte seinen Kopf in den Schooßder Königstochter gelegt und ließ sich von ihr lausen. Wie das Muschetierbemerkte, gab er ihr ein Zeichen, den Kopf des Riesen leise niederzulegen,holte weit aus mit dem Schwerte und — klapp! — mit einem Hiebe flogder Kopf vom Rumpfe, daß er weit hin auf den Boden kollerte; aus dem Halseschoß ein schwarzer Blutstrahl, der Riese zappelte noch ein wenig mit HändenUnd Füßen, dann war er todt.

Nun ging Muschetier in das Zimmer des dritten Riesen mit dem goldenenStern, der war auch eingeschlafen, hatte seinen dicken Kopf in den Schooßder Prinzessin gelegt und ließ sich von ihr lausen, wie er das immer zu thunPflegte, wenn er was gegessen hatte. Wie das Muschetier bemerkte, so gaber «der Königstochter ein Zeichen, den Kopf des Riesen leise niederzulegen,dann holte er weit aus mit seinem Schwerte; weil es nun oben schon stumpfgeworden war, so wollte der Kopf erst gar nicht ab; der Riese schrie undspalkerte schrecklich, aber mit dem dritten Hiebe flog der Kopf vom Rumpfe,

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