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Ut oler Welt : Volksmärchen, Sagen, Volkslieder u. Reime
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Danach bat das Männchen den Gesellen um etwas Essen. Als er ihmein Brod gab, ließ es wie aus Versehen ein Stück davon auf die Erdefallen; der Gesell bückte sich, es wieder aufzunehmen ; aber in demselbenAugenblicke saß auch das Männchen ihm auf dem Rücken und schlug ihnso heftig mit seinem eisernen Stabe in den Nacken, daß er die Besinnungverlor. Danach verschwand das Männchen. Pumpedier war noch nicht langewieder zu sich selbst gekommen, als Muschetier und Grenadier von der Jagdzurückkehrten; er erzählte ihnen aber nicht, wie es ihm ergangen war.

Den zweiten Tag kam an Grenadier die Reihe, das Haus zu hüthen.Er kochte auch Erbsen und Speck; als er sich aber eben zu Tisch gesetzthatte, trat wieder das Männchen herein, sprach seinen Gruß, bat um einwenig Essen, ließ das Brod auf den Boden fallen, und als der Geselle sicheilig danach bückte, sprang es ihm auf den Rücken und schlug ihn mit seinemEisenstab so lange, bis ihm die Besinnung ausging. Als er wieder zu sichselbst kam, kehrten die beiden anderen gerade von der Jagd zurück und fragten,wie's ihm gegangen sei. »O, ganz gut,« sagte er, denn von den Schlägenwollte er nicht gerne erzählen.

Den dritten Tag mußte Muschetier den Haushalt versehen. Auch erkriegte Erbsen und Speck zu Feuer, denn das mochten die drei am liebstenessen. Als das Gericht nun fertig war, gedachte er, daß die andern zweinoch lange außen bleiben könnten, nahm sein Theil vorweg und stellte dasÜbrige, in die Kohlen, daß es warm bliebe. Da trat plötzlich durch die Thürherein das graue Männchen mit dem eisernen Stabe. »Guten Tag, meinHerr!« — »Schön Dank, mein Herr!«

»Ich meint, ich wäre hier ganz allein.

Es freut mich, daß hier auch Leute sein.

Denn ich muß mich von diesem Schloß nähren.«Darauf bat es um eine kleine Gabe. »Da hast Du Brod,« sprachMuschetier und gab ihm ein gutes Stück; aber das Männchen versah's mitAbsicht, so daß das Brod auf die Erde fiel. »Wie? was?« sagte Muschetier,»wirfst du Gottes Gabe auf die Erde?« sprang eilig herzu, riß dem Männchenden Eisenstab aus der Hand und prügelte es damit so tüchtig durch, daßes erbärmlich quiekend durch die Thüre entsprang. Nun setzte er sich mitRuhe zum Essen nieder. Bald kamen auch die beiden andern von der Jagdzurück; da wies ihnen Muschetier den eisernen Stock und sagte: »Kennt ihrden? Mich dünkt, daß es euch hier nicht zum Besten ergangen ist.« Damußten die zwei alles bekennen. »Wir haben uns hier nun lange genug ver-weilt,« sprach Muschetier darauf; »es wird Zeit, weiter zu ziehen, daß wirwomöglich die Riesen bekämpfen und des Königs Dank und Lohn empfangenmögen.« Ob nun gleich Grenadier und Pumpedier gern noch länger in demSchlosse verblieben wären, so mochten sie doch allein das Wagstück nicht

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