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Ut oler Welt : Volksmärchen, Sagen, Volkslieder u. Reime
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zessinnen mochten die häßlichen Riesen doch nicht leiden; sie wären vielHeber wieder zu Hause an des Königs Hofe gewesen; darum saßen sie undweinten den ganzen Tag.

Als es nun Abend wurde und die Königstöchter noch immer nicht zurück-kamen, sandte der König seine Diener aus, daß sie im Walde nach ihnensuchen möchten. Sie fanden aber nur die drei Strickzeuge, welche die Prin-zessinnen zurückgelassen hatten; und als sie nun auch die Spur der Riesenini Grase sahen, sprangen sie eilig aus dem Walde. Der König, als er dieKunde vernommen und die drei Wahrzeichen erblickte, fiel in große Traurig-keit, legte Trauerkleider an mit seinem ganzen Hofe und gab Befehl, daßman die ganze Stadt mit schwarzem Flor überziehen sollte. Nachdem ließer ausschreiben und bekannt machen in seiner Stadt und seinem Reiche, daßdem viel Geld und großer Lohn verheißen sei, der es wagen und ausführenwürde, die Königstöchter aus der Gewalt der Riesen zu befreien.

Da traten dreie aus des Königs Heer, die nannten sich Muschetier, Gre-nadier und Pumpedier, und wollten Hals und Leben wagen, daß sie dieKönigstöchter befreien und den Lohn erlangen möchten. Sie schnürten ihreBündel und zogen in den Wald hinein. Acht Tage waren sie schon herum-gewandert; das Reisebrod ging zu Ende und Grenadier und Pumpedier meinten,es sei besser umzukehren als in dem Walde zu verhungern oder gar denschrecklichen Riesen in die Hände zu fallen. Aber Muschetier sprach ihnenMuth ein; daß es schimpflich sei, auf halbem Wege umzukehren, daß sie dochnur wenig zu verlieren, aber recht viel zu gewinnen hätten, und daß, wennS1 e umkehren wollten, er allein sein Glück versuchen wolle. Da gingen siemi t. Es währte nicht lange, so kamen sie vor ein Schloß, das war ganz todtUr »d menschenleer, die Küche jedoch mit allen Vorräthen wohl versehen. Dasfreute die drei Gesellen, die nun schon so lange nur Trockenes gegessen,daß sie endlich einmal wieder warme Löffelkost kriegen sollten. Sie kamenherein, daß zwei von ihnen auf die Jagd gehen sollten, während derdritte das Essen koche; darum zogen sie die Loose und kam die Reihe zuerstan Pumpedier. Der zündete bald ein Feuer an, hängte einen Topf darüberUn d that Erbsen und Speck hinein, denn das war der drei Gesellen Leibgericht.Muschetier und Grenadier gingen derweilen auf die Jagd. Als nun Pumpedierdas Erbsengericht bereitet hatte, die beiden Gesellen aber immer noch nichtzurück waren, setzte er sich allein zu Tische, weil er großen Hunger hatte.°a trat zur Thür herein ein greises Männchen, das trug in der Hand eineneisernen Stock und sprach den Gesellen an: »Guten Tag, mein Herr !« »SchönD *nk, mein Herr!«

»Ich meint, ich wäre hier ganz allein.

Es freut mich, daß hier auch Leute sein.

Denn ich muß mich von diesem Schloß nähren.«

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