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Clevische Chronik : nach der Originalhandschrift des Gert van der Schuren nebst Vorgeschichte und Zusätzen von Turck, einer Genealogie des Clevischen Hauses ...
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ohne irgend eine Bemerkung, dass er aus fremderQuelle schöpfe, dem Verfasser des Chronikons folgt.Die scheinbare Verschiedenheit beider lässt sich leichterklären. Der Verfasser des Chronikons von 1450hätte nach dem Tode des allgeliebten Adolph's gerneeine vollständige Chronik des Clevischen Hauses ge-schrieben ; allein sein Dienst gewährte ihm die dazunöthige Zeit nicht, und so musste er sich hinsichtlichder älteren Zeit hauptsächlich mit der Abschrift einesChronikons, das dermalen in der Stiftskirche von demnahegelegenen Ort Wissel aufbewahrt wurde, und mitden im Schloss zu Cleve vorhandenen urkundlichenNachrichten begnügen. Gert war eben 14-50 nochnicht gar lange am Hofe und mochte als der wahr-scheinlich jüngste Sekretär die meiste Mühe -undArbeit haben. Anders gestaltete sich die Sachezwanzig Jahre später. Nunmehr erhielt er vomHerzog Johann, dem der Verfasser des Chronikonsnicht ungekannt geblieben sein kann, geradezu denehrenvollen Auftrag, eine Chronik des Hauses zuschreiben. Jetzt sah Gert sich denn auch um »inaisulken alden Schriften, Registern. Brieuen, Carthenind Rekenschaf'ten, die hyr ind dair wytweldich ver-gadert der alder heren handel, bedryff ind leuen vyt-druckende ind klerende synt«, und gab der neuenChronik durch das Einflechten des Mark'schen Hauseseine breitere Grundlage, wobei ihm die Chronik Le-vold's von Northof die trefflichsten Dienste leistete.Sein früheres Chronikon benutzte er als Adversarienund vergass, wie das häufig geschieht, über das Neue,das er einflocht, mitunter das Alte hinüberzunehmen.Dass er das Chronikon lateinisch schrieb, kann nichtbefremden; das war einmal Mode; auch waren die