XI
oder Duytschlender«, den er im März 1475 vollendete,und der Buchdrucker Arnold ther Hörnen* in Köln1477 druckte. Eben die Ausarbeitung der Chronikmag ihn neben den ausgesprochenen Wünschen seinesCollegen, eines Propstes,** worunter wir den Hermannvan Brakel aus Aachen, Propst • in Cleve von 1455bis 1485 und Sekretär des Herzogs, vermuthen, be-wogen haben, die beiden Theile des Vokabulars zuverfassen.
Die Vorarbeiten für unsere Chronik reichen jedochweiter zurück. Als eine solche möchten wir nämlichdas Chronikon vom Jahre 1450 ansehen, welches Sei-bertz in seinen Quellen III, 325 u. ff. unter dem Titel»Anonymi Chronicon de genealogia, successione, derebus gestis Comitum ac postea Ducum Cliuensium«veröffentlicht hat. Man achte nur auf die Gleichheitder Umstände bei beiden Chroniken. Die Verfasserbeider sind Diener der Herzöge Adolph und Johann;führt sich van der Schuren in unserer Chronik nurals Sekretär des letztgenannten Herzogs auf, so hattees eben im Jahre 1471, also 23 Jahre nach dem TodeAdolph's keinen Zweck mehr, das dienstliche Verhält-niss, worin er zu diesem gestanden, hervorzuheben.Beide wollen ferner das Leben Herzogs Johann nurbeginnen und zur Zeit die Sekretäre des fürstlichenHauses auffordern, da fortzufahren, wo sie aufgehörthätten. Dazu kommt, dass Gert in unserer Chronikganze Seiten hindurch in wörtlichster Uebersetzung
* S. über diesen Annal. XIX, 61 u. ff.**. Et vos, mi domine preposite, ipsius domini ducis a com-mentariis, presencialiter cernitis per me vobis deditissimumvestrum votum hac in re fore adimpletum. Ausg. vonClignett, XCII.