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Local-Forschungen über die alten Heerstrassen und Schanzen auf der rechten Rheinseite der Provinz Rheinpreußen und in Westfalen
Entstehung
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32, bei denen die drei Wälle noch sehr deutlich wahrzunehmensind. Die Fälle, wo sich nur ein oder zwei Wälle erkennenlassen, kommen noch viel häufiger vor, wie bereits in früherenBerichten erörtert ist; gegenwärtig liegen 126 Profile von solchenStrassen vor. Ein Theil der alten Strassendämme wurde auch inden späteren Jahrhunderten als Landwehren angesehen und verwendet, und führt in Folge dessen noch jetzt diesen Namen. Zu-weilen hat man die Dämme zu letzterem Zwecke verändert undtheilweise geebnet, in andern Fällen sind sie noch gut erhaltengeblieben. Manchmal findet man sie auch zur localen Verthei-digung, ganz in derselban Art wie die Landwehrwälle, unter Her-richtung einer Brustwehr mit Wallweg, umgewandelt. Ich kommenun zu einigen Fällen von Strassenverbesserungen dieser Periode,welche für den Forscher der Römerstrassen eine ganz besondereBeachtung verdienen. Da die römischen Strassen sich stets aufden Höhen hielten, und kein höheres Terrain neben sich duldeten, sokömmt es öfters vor, dass sie auf einem wellenförmig auf- undabsteigenden Boden häufige uud mitunter starke Steigungen machenmussten; in solchen Fällen hat man in der späteren Zeit jedesmaldie alte Strasse verlassen und an den sanfteren Abhängen eineneue Strasse angelegt; geht man von dieser einige hundert Schritteseitwärts auf die Höhe, so findet man häufig die älteste Strassein ihrem mittelalterlichen Zustande wieder vor. Manchmal läuftauch die spätere Strasse, wo sich ein Thal in der Nähe befindet,durch die Sohle dieses Thaies, während die Römerstrasse auf derHöhe bleibt. Auch in vielen Fällen, wo sich die Strassen derzweiten Periode in einem zu sehr demolirten Zustande befanden,zog man es vor, einige Schritt neben denselben eine neue Strassezu legen, so dass man auf längere Strecken zwei Strasssn nebeneinander herlaufen sieht. Ebenso ging man da, wo eine Römer-strasse in die Nähe einer Ortschaft führte, von derselben ab undlegte eine neue durch die Ortschaft führende Strasse an, die dannspäter wieder auf die alte Heerstrasse zurückkam, wodurch öftersUmwege bewirkt wurden. Ferner kommen Fälle vor, wo dieRömerstvasse, um stete die Höhe innehalten zu können, von dergraden Richtung abweichen und grössere Umwege machen musste.Da den späteren Verkehrsstrassen die militärischen Rücksichten,welche der Anlage der römischen Heerstrassen zu Grunde lagen,